Solingens Ittertal kämpft ums Überleben: Freibad und Eisbahn in Gefahr
Lotta MüllerSolingens Ittertal kämpft ums Überleben: Freibad und Eisbahn in Gefahr
Ungewisse Zukunft für Solingens Freizeitzentrum Ittertal: Finanznot bedroht Schwimmbad und Eisbahn
Das Freizeitzentrum Ittertal in Solingen steht vor einer ungewissen Zukunft, da die finanziellen Belastungen immer größer werden. Die Stadt muss nun Wege finden, um zentrale Einrichtungen wie das Freibad und die Eisbahn zu erhalten – parallel zu den laufenden Insolvenzverfahren gegen einen der Betreiber. Lokale Verantwortliche suchen nach Lösungen, um den Standort für Anwohner und benachteiligte Arbeitnehmer langfristig zu sichern.
Besonders betroffen ist die Neue Arbeit Ittertal gGmbH, eine gemeinnützige Organisation, die Menschen mit eingeschränkten Berufschancen Beschäftigung bietet. Zwar ist sie der einzige direkt von der Insolvenz betroffene Teil des Ittertal-Komplexes, doch das gesamte Gelände – mit seinem beliebten Freibad und der Eisbahn – braucht nun ein tragfähiges Finanzierungskonzept.
Bundeshilfen in Höhe von sechs Millionen Euro für die Modernisierung des Freibads sind bereits gesichert. Ernst Lauterjung, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und langjähriger Vorsitzender des Solinger Sportausschusses, setzt sich dafür ein, dass die Stadt ihren Anteil beisteuert. Gleichzeitig betont er, dass der Zugang zu den Freizeitangeboten im Ittertal für die Solinger Bürger erhalten bleiben muss.
Unterdessen wirbt der Bundestagsabgeordnete Ingo Schäfer in Berlin dafür, dass Kürzungen des Finanzministeriums den sozialen Arbeitsmarkt nicht gefährden. Die SPD-Stadtratsfraktion arbeitet gemeinsam mit dem Förderverein Ittertal und kommunalen Vertretern an nachhaltigen Finanzierungsmodellen. Die Gespräche umfassen eine Neuausrichtung des gesamten Komplexes – von den Freizeiteinrichtungen bis hin zu den Beschäftigungsprogrammen.
Angesichts des knappen Haushalts der Stadt Solingen wird die Lage immer dringlicher. Ohne stabile Finanzierung könnten essenzielle Dienstleistungen und Arbeitsplätze im Ittertal auf dem Spiel stehen.
Die kommenden Monate werden zeigen, ob die Freizeit- und Beschäftigungsangebote im Ittertal überleben können. Zwar sind die Bundesmittel für die Sanierung des Freibads gesichert, doch die Stadt muss nun zusätzliche Unterstützung mobilisieren. Eine dauerhafte Lösung hängt von der Zusammenarbeit zwischen lokalen Verantwortlichen, dem Förderverein und staatlichen Stellen ab. Das Ziel ist klar: den Komplex offenhalten und die Arbeitsplätze für diejenigen schützen, die sie am dringendsten brauchen.






