Solinger Kirchenkreis plant radikale Gebäudereform wegen schwindender Mitglieder und Finanzen
Jonas GüntherSolinger Kirchenkreis plant radikale Gebäudereform wegen schwindender Mitglieder und Finanzen
Der Kirchenkreis Solingen der Evangelischen Kirche hat vorläufige Pläne für seine Gebäude vorgestellt, da die Mitgliederzahlen und die Finanzmittel zurückgehen. Eine von Hartmut Hoferichter geleitete Arbeitsgruppe entwickelte die Vorschläge, um den finanziellen und strukturellen Herausforderungen zu begegnen. Die Strategie zielt darauf ab, die Nachhaltigkeit zu sichern und gleichzeitig die Zahl der aktiven Kirchenstandorte zu verringern.
Der Kirchenkreis sieht sich derzeit mit schrumpfenden Ressourcen konfrontiert – die Finanzen könnten sich bis Mitte der 2030er-Jahre halbieren. Auch die Mitgliederzahlen und die Anzahl der Vollzeitbeschäftigten gehen zurück, was eine Neukonzeption der Gebäudenutzung erfordert. Ein siebenköpfiges Team erarbeitete das neue Gebäudekonzept und teilte die Immobilien in drei Kategorien sowie einen Sonderfall ein.
Sieben Standorte sollen langfristig erhalten bleiben: die Ohliger Protestantische Stadtkirche, die Walder Kirche, die Dorper Kirche, die Gräfrather Evangelische Kirche, das Gemeindezentrum Höhscheid, das Gemeindezentrum Wittenbergstraße sowie das Gemeindezentrum Schützenstraße/Ritterstraße. Diese wurden aufgrund ihrer Bedeutung für die Gemeinde und ihrer Tragfähigkeit ausgewählt.
Fünf Immobilien – die Evangelische Kirche Merscheid, die Evangelische Kirche Widdert, die Evangelische Kirche Ketzberg, das Gemeindezentrum Zwinglistraße und die Lutherkirche – werden mittelfristig keine Förderung mehr erhalten. Die Christuskirche, das Gemeindezentrum Rupelrath, die Evangelische Kirche Mangenberg und das Pfarrhaus Corinthstraße bleiben hingegen unter Vorbehalt; hier steht eine endgültige Entscheidung noch aus.
Die Zukunft der Stadtkirche Mitte ist aufgrund ihrer zentralen Lage, ihrer guten Erreichbarkeit und vielfältigen Nutzung noch ungewiss. Zudem strebt die Kirche an, dass alle Gebäude bis 2035 klimaneutral werden – was umfangreiche Sanierungsinvestitionen erfordert. Eine besondere Synode am 14. März 2026 wird die Pläne beraten, mit endgültigen Beschlüssen bis Ende 2027.
Die Vorschläge markieren einen tiefgreifenden Wandel in der Gebäudeverwaltung des Kirchenkreises. Angesichts geringerer Ressourcen und einer schrumpfenden Mitgliederschaft liegt der Fokus nun auf Nachhaltigkeit und strategischer Konsolidierung. Die endgültigen Beschlüsse werden entscheiden, welche Gebäude erhalten bleiben und wie die verbleibenden Standorte an zukünftige Bedürfnisse angepasst werden.
Synode billigt wichtige Entscheidungen ├╝ber Geb├Ąude und Jugendr├Ąume
Die besondere Synode best├Ątigte die langfristige Nutzung wichtiger Standorte und neue Jugendinitiativen.
- Die Kirchen in Ohligs, Wald, Gr├Ąfrath und Dorperkirche bleiben ├╝ber 2035 hinaus ge├Âffnet.
- Mindestens ein Standort wird ├╝ber dedizierte Jugendr├Ąume verf├╝gen.
- Barrierefreiheit und klimaneutrale Renovierungen wurden bei den Entscheidungen priorisiert.






