10 June 2026, 20:16

SPD-Politiker kämpft gegen Rentenalter-Erhöhung für Feuerwehrleute in NRW

Ingo Schäfer (SPD): Erhöhung der Altersgrenze für Feuerwehrleute in NRW ist der falsche Weg

SPD-Politiker kämpft gegen Rentenalter-Erhöhung für Feuerwehrleute in NRW

Ingo Schäfer, Abgeordneter der SPD, hat sich in einem Schreiben an die Spitzenpolitiker Nordrhein-Westfalens gegen eine geplante Anhebung des Rentenalters für Feuerwehrleute gewandt. Die Landesregierung will die Altersgrenze von 60 auf 61 Jahre anheben – Schäfer hingegen pocht darauf, die bestehende Regelung beizubehalten.

Am Donnerstag richtete der Politiker einen Brief an Ministerpräsident Hendrik Wüst, die stellvertretende Ministerpräsidentin Mona Neubaur sowie Innenminister Herbert Reul. Schäfer ist im Bundestags-Innenausschuss für den Zivilschutz und das Beamtenrecht zuständig.

Er argumentiert, dass die meisten Feuerwehrleute bis zum 60. Lebensjahr bereits 35 Jahre oder länger im Dienst stehen. Angesichts der körperlich extrem belastenden Tätigkeit – etwa bei Rettungseinsätzen – sei eine weitere Erhöhung des Pensionsalters nicht vertretbar. Als Beispiele führte Schäfer Baden-Württemberg an, das kürzlich die Altersgrenze wieder auf 60 Jahre senkte, sowie die bestehende Regelung in Rheinland-Pfalz für im aktiven Dienst stehende Feuerwehrkräfte.

Der SPD-Politiker forderte die Landesregierung auf, die Überstundenaufzeichnungen der Feuerwehrleute zu prüfen und die aktuellen Personalengpässe zu bewerten. Zudem schlug er vor, Städte wie Remscheid, Solingen oder Wuppertal zu besuchen, um sich vor Ort ein Bild von den Anforderungen an die Einsatzkräfte zu machen.

In seinem Schreiben betont Schäfer die Notwendigkeit, das Rentenalter bei 60 Jahren zu belassen. Die Belastungen für die Feuerwehrleute und die bestehenden Personallücken müssten vor einer Entscheidung berücksichtigt werden. Die geplante Reform bleibt weiterhin Gegenstand der Diskussion.

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