Spektakulärer Bankraub in Gelsenkirchen: 3.250 Schließfächer geknackt – wie konnte das passieren?

Kriminalermittler fordern Kontrollmechanismen für Schließfächer - Spektakulärer Bankraub in Gelsenkirchen: 3.250 Schließfächer geknackt – wie konnte das passieren?
Ein spektakulärer Einbruch in einer Filiale der Sparkasse in Gelsenkirchen hat die Debatte über die Sicherheit von Schließfächern neu entfacht. In der Nacht zum 21. Dezember 2024 drangen unbekannte Täter in die Zweigstelle im Stadtteil Buer ein und öffneten fast alle der 3.250 Kunden-Schließfächer. Der Vorfall wirft Fragen nach schärferen Regelungen zur Bekämpfung von Geldwäsche und organisierter Kriminalität auf.
Die Einbrecher gelangten über eine Tiefgarage in den Banktresor, bohrten sich mit einem Industriebohrer durch den Archivraum und schufen so ein großes Loch zum Tresorraum. Dadurch konnten sie nahezu jedes Schließfach knacken. Die Behörden entdeckten den Einbruch erst am 29. Dezember, nachdem ein Feueralarm ausgelöst worden war – ein Hinweis darauf, dass die Beute möglicherweise über mehrere Tage abtransportiert wurde.
Oliver Huth, Landesvorsitzender der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) in Nordrhein-Westfalen, warnt seit Langem vor den Risiken unregulierter Schließfächer. Sein Argument: Jeder könne dort Bargeld ohne Kontrolle lagern, was kriminelle Machenschaften begünstige. Huth verwies auf einen früheren Fall, in dem eine Kindergärtnerin 300.000 Euro in einem Banktresor aufbewahrte, und fragte, warum jemand solche Summen außerhalb eines Sparkontos horten würde. Da die Schließfächer nach der sechsten EU-Geldwäscherichtlinie nicht reguliert sind, wissen Banken nicht, was darin gelagert wird. Zwar äußerte sich Huth nicht direkt zum Gelsenkirchener Fall, doch betonte er, dass solche Großtaten meist monate- oder sogar jahrelang geplant würden. Ein Anwalt, der betroffene Kunden vertritt, wies Spekulationen zurück, die geraubten Fächer hätten illegale Gelder enthalten. Die Täter sind indes weiterhin flüchtig; es gibt keine konkreten Hinweise auf ihre Identität.
Der Coup von Gelsenkirchen offenbart gravierende Schwächen bei der Überwachung von Schließfächern. Da Banken gesetzlich nicht verpflichtet sind, deren Inhalt zu kontrollieren, haben die Behörden Schwierigkeiten, illegale Geldströme nachzuverfolgen. Die BDK fordert weiterhin strengere Kontrollen, um ähnliche Straftaten künftig zu verhindern.

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