Streit um knochentrockenen Rasen im Kölner Stadion – wer trägt die Schuld?
Ida KönigStreit um knochentrockenen Rasen im Kölner Stadion – wer trägt die Schuld?
Trockener Rasen im Kölner Stadion sorgt für Diskussionen in der Bundesliga
Der ausgedörrte Platz im Kölner Stadion wurde zum Gesprächsthema beim jüngsten Bundesliga-Spiel gegen Bayer Leverkusen. Beide Trainer äußerten sich zu den ungewöhnlichen Bedingungen – Leverkusens Cheftrainer Kasper Hjulmand kritisierte die Oberfläche als "knochentrocken". Die Debatte lenkte dabei den Blick auf die größeren Herausforderungen bei der Pflege von Naturrasen in einigen deutschen Stadien.
Am Spieltag lagen die Temperaturen in Köln zwischen 17 und 19 Grad Celsius. Trotz regelmäßiger Bewässerung blieb der Rasen trocken, was Spekulationen über die Ursachen auslöste. Hjulmand vermutete, das Gras sei zwar gewässert worden, unter der Sonne aber schnell wieder ausgetrocknet.
Kölns Trainer René Wagner wies Vorwürfe einer gezielten Manipulation zurück. Er führte die Sonne als möglichen Faktor an und betonte, dass der Rasen im Stadion schnell verbrenne und generell schwer zu erhalten sei. Das DFL-Greenkeeping-Handbuch rät Platzwarten, die Bewässerung an Wetter und Mikroklima anzupassen – doch selbst diese Maßnahmen reichen manchmal nicht aus.
Das Problem wirft ein Schlaglicht auf einen wachsenden Trend in der Bundesliga: In einigen Stadien bilden sich zunehmend lokale trockene Stellen, die für ungleichmäßige Spielflächen sorgen. Gleichzeitig wurden Leverkusens Platzwarte in der vergangenen Saison für den "Rasen des Jahres" ausgezeichnet – ein deutlicher Kontrast zu den unterschiedlichen Pflege-Standards in der Liga.
Die trockenen Bedingungen in Köln haben eine Debatte über die Rasenpflege im deutschen Fußball ausgelöst. Zwar gab es keine Hinweise auf vorsätzliches Fehlverhalten, doch die Schwierigkeiten, Naturrasen bei wechselhaftem Wetter zu erhalten, bleiben bestehen. Da ähnliche Probleme auch in anderen Bundesliga-Stadien auftauchen, könnten die Vereine ihre Strategien überdenken müssen.






