13 June 2026, 04:18

Thyssenkrupp revolutioniert Stahlproduktion mit Wasserstoff-Technologie in Duisburg

Wasserstoff ersetzt Hochofen: Planungsvertrag für DRI-Anlage in Duisburg vergeben

Thyssenkrupp revolutioniert Stahlproduktion mit Wasserstoff-Technologie in Duisburg

Thyssenkrupp baut sein Stahlwerk in Duisburg um und ersetzt die Hochöfen durch eine Direktreduktionsanlage (DRI) auf Wasserstoffbasis. Mit dem Projekt sollen die CO₂-Emissionen um bis zu 3,5 Millionen Tonnen pro Jahr gesenkt werden – ein bedeutender Schritt für die deutsche Stahlindustrie. Die Bauarbeiten haben bereits begonnen und markieren einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg des Konzerns zu einer klimafreundlicheren Produktion.

Die Erdarbeiten für die DRI-Anlage starteten Mitte 2024, nachdem Thyssenkrupp die Genehmigung für einen vorzeitigen Baubeginn erhalten hatte. Das Gelände ist fast so groß wie 40 Fußballfelder und liegt in unmittelbarer Nähe zum Kraftwerk Walsum in Duisburg.

Die Anlage wird mit der Midrex-Flex-Technologie betrieben, die den Einsatz einer Mischung aus Erdgas und Wasserstoff ermöglicht. Ab 2028 soll Wasserstoff schrittweise als Energieträger genutzt werden, bis 2029 ist der vollständige Betrieb mit Wasserstoff geplant. Bei voller Kapazität wird die Anlage jährlich rund 143.000 Tonnen Wasserstoff benötigen – das entspricht 5,6 Terrawattstunden.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Produktion soll 2,5 Millionen Tonnen kohlenstoffarmes Eisen in Form von Heißbriketts (HBI) pro Jahr umfassen. Bund und Land Nordrhein-Westfalen fördern das Vorhaben mit zwei Milliarden Euro.

Sobald die Anlage in Betrieb ist, wird sie Emissionen in Höhe von etwa einem Fünftel des gesamten CO₂-Ausstoßes der deutschen Stahlindustrie einsparen. Der Schritt erfolgt zu einer Zeit, in der die Branche – verantwortlich für 30 Prozent der industriellen Treibhausgase – verstärkt auf klimaneutrale Produktionsverfahren setzt. Die neue Anlage wird eine zentrale Rolle bei der Verringerung des CO₂-Fußabdrucks der Industrie spielen.

Quelle