UN-Klimagipfel in Bonn: Der Kampf gegen Zeit und fossile Brennstoffe beginnt
Jonas GüntherUN-Klimagipfel in Bonn: Der Kampf gegen Zeit und fossile Brennstoffe beginnt
Die neuesten UN-Klimaverhandlungen haben in Bonn begonnen – mit über 6.500 Delegierten aus 186 Ländern. Angesichts steigender globaler Temperaturen und wirtschaftlicher Instabilität stehen die Verantwortlichen unter Druck, den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen zu beschleunigen. Die Gespräche finden statt, während Konflikte im Nahen Osten die Energiepreise in die Höhe treiben und weltweit die finanzielle Belastung verschärfen.
Die Bonner Verhandlungen dauern zehn Tage und konzentrieren sich darauf, wie die Staaten ihre Ziele aus dem Pariser Abkommen erreichen können. Das 2015 geschlossene Übereinkommen zielt darauf ab, die globale Erwärmung deutlich unter 2 °C – möglichst bei 1,5 °C – zu halten. Doch die Durchschnittstemperaturen liegen bereits mehr als 1,5 °C über dem vorindustriellen Niveau.
Das Abkommen basiert auf freiwilligen nationalen Zusagen zur Reduzierung der Emissionen. Allerdings waren die Fortschritte ungleichmäßig: Die USA verließen die Vereinbarung unter dem damaligen Präsidenten Donald Trump zeitweise, bevor sie 2021 wieder beitraten.
UN-Klimachef Simon Stiell hat die Regierungen zu schnellerem Handeln aufgefordert. Er warnte, dass die Abhängigkeit von importierten fossilen Brennstoffen die Inflation antreibt und die Energiesicherheit schwächt. Die aktuelle Krise, angeheizt durch den Krieg im Nahen Osten, habe die wirtschaftlichen Argumente für erneuerbare Energien noch deutlicher gemacht.
Die Gespräche in Bonn werden zeigen, ob die Länder ihre bisherigen Versprechen in Taten umsetzen können. Der Erfolg hängt von stärkeren Verpflichtungen ab, die Emissionen zu senken und fossile Brennstoffe schrittweise abzuschaffen. Ohne schnellere Fortschritte droht die Welt, die Temperaturziele des Pariser Abkommens vollständig zu verfehlen.






