13 March 2026, 10:15

Verkehrssicherheit im Märkischen Kreis 2025: Weniger Tote, aber mehr Drogen und E-Scooter-Unfälle

Eine Säulen-Diagramm mit der Bezeichnung "Verkehrsunfälle in Gegenrichtung" zeigt die Anzahl der Todesopfer pro Jahr in den Vereinigten Staaten, wobei die Höhe jeder Säule die Schwere der Unfälle für das jeweilige Jahr darstellt.

Verkehrssicherheit im Märkischen Kreis 2025: Weniger Tote, aber mehr Drogen und E-Scooter-Unfälle

Verkehrssicherheit im Märkischen Kreis zeigt 2025 gemischte Entwicklungen

Im Märkischen Kreis gab es 2025 sowohl Fortschritte als auch Rückschläge in puncto Verkehrssicherheit. Zwar gingen die Zahl der Verkehrstoten und die schweren Verletzungen zurück, doch andere Problemfelder verschärften sich: Drogen im Straßenverkehr, Unfälle mit E-Scootern und Verletzungen bei Kindern nahmen im vergangenen Jahr zu.

Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle im Märkischen Kreis blieb 2025 mit 14.343 gemeldeten Fällen nahezu unverändert. Allerdings veränderte sich die Schwere der Vorfälle. Die Zahl der Verkehrstoten sank von 11 im Jahr 2024 auf 7 im Jahr 2025, während schwere Verletzungen um 15 Prozent zurückgingen – von 226 auf 192 Fälle.

Zu den häufigsten Ursachen für schwere Unfälle zählten weiterhin überhöhte Geschwindigkeit, Vorfahrtsmissachtung und falsches Abbiegen. Leichte Verletzungen stiegen dagegen um 6,4 Prozent auf 945 Fälle. Ein besonders tragischer Vorfall betraf ein 10-jähriges Mädchen aus Ihmert, das bei einem Zusammenstoß ums Leben kam.

Deutlich zugenommen haben Delikte unter Drogeneinfluss. Die Zahl der Fahrer, die wegen Verdachts auf Drogenkonsum zur Blutabnahme gezwungen wurden, stieg von 915 im Jahr 2024 auf 1.367 im Jahr 2025. Auch Unfälle mit E-Scootern nahmen weiter zu: 49 Fahrer verletzten sich 2025 bei solchen Vorfällen. Seit 2020 haben sich schwere Unfälle mit E-Scootern im Kreis von 12 auf 45 mehr als verdreifacht – oft in Verbindung mit Rasen, Rotlichtverstößen oder dem Fahren ohne Führerschein bzw. auf Gehwegen.

Mehr Kinder verunglückten auf dem Schulweg: Die Fallzahlen stiegen von 128 im Jahr 2024 auf 142 im Jahr 2025. Positiv zu vermerken ist hingegen der Rückgang der Motorradunfälle. Mit 98 Vorfällen – darunter drei Todesopfer – lag die Zahl unter den Werten der Vorjahre.

Die Daten zeigen sowohl Fortschritte als auch anhaltende Risiken auf den Straßen des Märkischen Kreises. Weniger Tote und schwere Verletzungen deuten auf gewisse Sicherheitsverbesserungen hin. Doch der Anstieg von Drogenfahrten, E-Scooter-Unfällen und Kinderverletzungen unterstreicht, wo weiterer Handlungsbedarf besteht.

Quelle