Vermisster Duisburger in Maisfeld verletzt aufgefunden – ePA-Nutzung bleibt ungleich
Jonas GüntherVermisster Duisburger in Maisfeld verletzt aufgefunden – ePA-Nutzung bleibt ungleich
Ein 39-jähriger Mann aus Duisburg ist nach seinem Verschwinden am Freitagabend lebend aufgefunden worden. Rettungskräfte entdeckten ihn am Samstagnachmittag verletzt in einem Maisfeld bei Sonsbeck.
Unterdessen zeigt sich beim deutschen elektronischen Patientenakte-System (ePA) eine deutliche Kluft in der Nutzung: Während etwa 80 Prozent der ambulanten Praxen das System bereits einsetzen, haben es erst 26 Prozent der Krankenhäuser vollständig eingeführt.
Der Mann war seit Freitagabend vermisst worden, woraufhin eine Suchaktion eingeleitet wurde. Am Samstag, den 21. September, fanden Rettungskräfte ihn in einem Maisfeld in Sonsbeck – verletzt, aber bei Bewusstsein.
Die verpflichtende Einführung der ePA in Deutschland verläuft indes ungleichmäßig. Seit Oktober 2025 erfüllen ambulante Praxen die Vorgaben weitgehend: Vier von fünf nutzen das System bereits. Krankenhäuser hinken jedoch hinterher – nur etwas mehr als ein Viertel hat es flächendeckend in allen Abteilungen umgesetzt.
Hauptgründe für die Verzögerungen in den Kliniken sind veraltete Software: 18 Prozent der Häuser verfügen auch fünf Monate nach der Frist noch nicht über die notwendigen Updates. Technische Integrationsprobleme und unterschätzte Komplexität bremsen die Umsetzung zusätzlich. Trotz der Herausforderungen bringt das System Vorteile mit sich, etwa die Vermeidung doppelter Untersuchungen und die Erkennung von Wechselwirkungen zwischen Medikamenten. Aktuell besitzen rund 70 Millionen der 74 Millionen gesetzlich versicherten Patienten in Deutschland eine ePA.
Der vermisste Duisburger erhält nach seiner Auffindung in Sonsbeck nun medizinische Behandlung. Sein Zustand wird derzeit noch beurteilt.
Bei der ePA bleibt die Lücke zwischen ambulanter und stationärer Nutzung bestehen. Während die meisten Praxen die Vorgaben erfüllen, kämpfen Krankenhäuser weiterhin mit Verzögerungen – doch die Zusammenführung von Patientendaten verbessert zunehmend die Behandlungsabläufe.






