01 May 2026, 04:18

Willich verabschiedet Haushalt 2026 einstimmig – doch Defizit und Kita-Gebühren sorgen für Streit

Gruppe von Menschen versammelt vor einem Podium mit einem Mikrofon und einer Tafel mit dem Text "Sancho Stadtverordneter tritt der Stadtverordnetenversammlung bei", mit sitzenden und stehenden Teilnehmern, Flaggen, Feuerlöscher und Deckenleuchten im Hintergrund.

Willich verabschiedet Haushalt 2026 einstimmig – doch Defizit und Kita-Gebühren sorgen für Streit

Der Stadtrat von Willich hat den Haushalt 2026 in Rekordzeit verabschiedet – die Sitzung war in weniger als zwei Stunden abgeschlossen. Die Abstimmung erfolgte einstimmig, doch es gab Bedenken wegen eines erwarteten Defizits von 25 Millionen Euro. Eltern und politische Gruppen diskutierten zudem kontrovers über Änderungen bei den Kita-Gebühren und den Zuschüssen für Schülerfahrkarten.

Die Haushaltsdebatte verlief zügig, da sich alle Fraktionen an eine strikte Redezeitbegrenzung von fünf Minuten hielten. Trotz der effizienten Abwicklung kam es zu Spannungen wegen der finanziellen Belastungen und Kürzungen bei öffentlichen Leistungen. Die SPD stimmte zwar dem Haushalt zu, betonte jedoch die Dringlichkeit, das 25-Millionen-Loch zu schließen, und legte Vorschläge vor, um nicht essenzielle Ausgaben zu reduzieren.

Eltern in Willich hatten zuvor Unmut über geplante Erhöhungen der Betreuungskosten geäußert. Der Rat beschloss schließlich, die jährliche Anpassung der Kita-Gebühren von zwei auf drei Prozent zu erhöhen – und diese Änderung dauerhaft beizubehalten. Der Jugendhilfeausschuss lehnte jedoch zwei weitere Vorhaben ab: Sowohl eine geplante Geschwistergebühr als auch eine höhere Eigenbeteiligung wurden abgelehnt.

Ein weiterer Streitpunkt war die Streichung des Zuschusses zum Deutschlandticket für berechtigte Schülerinnen und Schüler. Die SPD kritisierte diesen Schritt scharf und argumentierte, er schränke die Mobilität und sozialen Chancen junger Menschen ein. Unterdessen unterstützte die Fraktion der Grünen den Haushalt, warnte aber vor der prekären Finanzlage der Stadt und forderte weitere Maßnahmen.

Der Rat bestätigte zudem die bestehende Regelung, wonach für Kindergartenplätze keine ermäßigten Geschwistergebühren erhoben werden. Da es keine größeren Einwände gab, tritt der Haushalt nun im Juli rechtlich in Kraft.

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Der Haushalt 2026 steht damit fest, doch die finanziellen Herausforderungen bleiben bestehen. Die Kita-Gebühren steigen, die Schülerverkehrszuschüsse wurden gestrichen, und die Stadt muss nun ein beträchtliches Defizit bewältigen. Die neuen Regelungen treten ab Juli in Kraft.

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