07 June 2026, 04:13

Wohnungsbau in NRW bricht ein – nur Mönchengladbach trotzt der Krise mit Rekordzahlen

Bau von Wohnungen in NRW sinkt    Moenchengladbach baut mehr Apartments

Wohnungsbau in NRW bricht ein – nur Mönchengladbach trotzt der Krise mit Rekordzahlen

Wohnungsbau in Nordrhein-Westfalen auf 14-Jahres-Tief – nur Mönchengladbach stemmt sich gegen den Trend

Der Wohnungsbau in Nordrhein-Westfalen ist 2025 auf den niedrigsten Stand seit 14 Jahren gesunken: Die Fertigstellungen gingen um 9,4 Prozent zurück. Steigende Kosten und höhere Zinsen bremsen die Bauaktivitäten im gesamten Land aus – mit einer Ausnahme: Mönchengladbach verzeichnet einen deutlichen Anstieg bei Neubauten und Baugenehmigungen.

Der allgemeine Rückgang im Bausektor ist dramatisch. In Nordrhein-Westfalen wurden 2025 nur noch 37.185 Wohnungen fertiggestellt – der niedrigste Wert seit 2011. Auch die Zahl der Baugenehmigungen ist seit 2020 um 27,4 Prozent eingebrochen, ein Zeichen für die angespannte Finanzlage. Die Zinsen für Baukredite, die noch vor wenigen Jahren nahe null lagen, bewegen sich seit der Wende 2022 zwischen drei und vier Prozent und treiben die Finanzierungskosten in die Höhe.

Gleichzeitig sind die Baukosten explodiert: Allein im ersten Quartal 2025 stiegen sie um 3,2 Prozent. Die Wohnungsbauquote des Landes liegt nun bei nur noch 19,8 Wohnungen pro 10.000 Einwohner – deutlich unter den Vorjahren.

Mönchengladbach als positive Ausnahme Die Stadt Mönchengladbach entwickelt sich hingegen gegen den Trend. 2025 bewilligte sie Wohnungsbaufördermittel in Höhe von 43,2 Millionen Euro für 218 Wohneinheiten – fast so viel wie im Rekordjahr 2024. Mit einer Bauquote von 28,4 Wohnungen pro 10.000 Einwohner liegt die Stadt auf Platz drei der kreisfreien Städte und übertrifft den Landesdurchschnitt um 43 Prozent. Ein zentraler Treiber ist die 2023 gestartete Wohnungsbauinitiative, die rund 43 Millionen Euro in das kommunale Wohnungsbauunternehmen WohnBau investierte.

Die Erfolge sind messbar: Die Baugenehmigungen in Mönchengladbach stiegen 2025 um 73,6 Prozent. Zudem wurden 758 Wohnungen fertiggestellt – fast dreimal so viele wie 2024.

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Zwei Welten: Landesweiter Rückgang vs. lokaler Aufschwung Während Nordrhein-Westfalen mit sinkenden Bauzahlen kämpft, zeigt Mönchengladbach, wie gezielte Investitionen den Wohnungsbau ankurbeln können. Der deutliche Anstieg bei Genehmigungen und Fertigstellungen steht in scharfem Kontrast zum landesweiten Rückgang, der vor allem auf höhere Kosten und Finanzierungshürden zurückzuführen ist. Die Kluft zwischen den regionalen Entwicklungen und dem Erfolg Mönchengladbachs unterstreicht die Bedeutung kommunaler Steuerungsmaßnahmen.

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