11 May 2026, 00:22

Zoll deckt 1.800 Verstöße bei Großrazzia gegen illegale Beschäftigung auf

Eine Karte der Vereinigten Staaten, die die Mindestlohngesetze der Staaten vom 1. Januar 2023 zeigt, mit Farben von hellblau (höchster Lohn) bis dunkelblau (niedrigster Lohn).

Zoll deckt 1.800 Verstöße bei Großrazzia gegen illegale Beschäftigung auf

Deutsche Zollbehörden haben eine groß angelegte Kontrolle der Beschäftigungspraktiken in besonders risikoreichen Branchen abgeschlossen. Im Rahmen der Aktion wurden über 6.500 Arbeitnehmer befragt, wobei vor allem Unternehmen mit häufigem Kundenkontakt im Fokus standen. Die Überprüfungen förderten zahlreiche Fälle illegaler Beschäftigung, Verstöße gegen Lohnvorschriften sowie Schwarzarbeit zutage.

An der Untersuchung beteiligten sich mehr als 3.000 Zollmitarbeiter, die die Arbeitsbedingungen in Sektoren mit erhöhtem Risiko für Verstöße gegen das Arbeitsrecht unter die Lupe nahmen. Sie führten über 700 detaillierte Prüfungen von Unternehmensunterlagen durch, wobei Gehaltsabrechnungen und Finanzdokumente im Mittelpunkt standen. Dabei stellte sich heraus, dass rund 150 Personen ohne gültige Aufenthaltstitel beschäftigt waren.

Die Behörden deckten etwa 1.800 mutmaßliche Verstöße auf, davon rund 600 im Zusammenhang mit möglichen Verletzungen des Mindestlohngesetzes. In der Folge leiteten Zollbeamte 340 Strafverfahren ein, darunter 45 Fälle, in denen Arbeitgeber keine Sozialabgaben abgeführt hatten. Weitere 800 Ermittlungen wurden wegen Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigungspraktiken eingeleitet.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

In Nachkontrollen sollen nun die Personalakten mit den Lohn- und Buchhaltungsunterlagen der Unternehmen abgeglichen werden. Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS), die für die tägliche Überwachung der Einhaltung des Mindestlohns zuständig ist, wird die Lage weiterhin beobachten.

Die Aktion führte zu 460 Ordnungswidrigkeitsverfahren, wobei über 90 speziell auf Verstöße gegen den Mindestlohn zurückgingen. Die Zollbehörden betonten, dass gegen Arbeitgeber, die gegen Arbeitsgesetze verstoßen, weitere Maßnahmen ergriffen werden. Die Ergebnisse unterstreichen die anhaltenden Herausforderungen bei der Durchsetzung fairer Arbeitsbedingungen in bestimmten Branchen.

Quelle