Alkohol am Lenker: Zwei Pedelec-Fahrer nach Unfällen schwer verletzt
Zwei Pedelec-Fahrer bei separaten Unfällen schwer verletzt – Alkohol als Ursache
Zwei Fahrer von Pedelecs haben am Wochenende bei getrennten Unfällen schwere Verletzungen erlitten. Bei beiden Vorfällen spielte Alkohol eine Rolle, beide ereigneten sich auf Radwegen im Niederrhein-Gebiet. Die Polizei warnt eindringlich davor, dass das Fahren unter Alkoholeinfluss schwere Folgen haben kann – sowohl gesundheitlich als auch rechtlich.
Am Freitagabend wurde ein 45-jähriger Mann aus Straelen verletzt auf dem Radweg entlang der Arcener Straße aufgefunden. Der Rettungsdienst brachte ihn mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus. Nach ersten Anzeichen von Alkoholisierung wurden Blutproben entnommen.
Ein zweiter Unfall ereignete sich am Sonntagmittag in der Nähe von Am Mühlenwasser in Geldern. Ein 41-jähriger Ortsansässiger wurde verletzt auf dem Weg aufgefunden und ebenfalls mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert. Auch hier besteht der Verdacht, dass Alkohol eine Rolle spielte.
Die Polizei bestätigte, dass beide Unfälle wahrscheinlich auf Alkoholkonsum zurückzuführen sind. Die Behörden wiesen darauf hin, dass für Radfahrer dieselben Promillegrenzen gelten wie für Autofahrer. Wer betrunken fährt, riskiert den Entzug des Führerscheins und muss mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen.
Die Beamten riefen Radfahrer dazu auf, nach dem Alkoholkonsum eine sichere Heimfahrt zu organisieren. Zudem appellierten sie an die Solidarität unter Radfahrern, auf gemeinsamen Wegen besonders aufeinander zu achten.
Aktuelle Zahlen zeigen, dass Alkohol ein häufiger Auslöser für Radunfälle ist. Allein in Nordrhein-Westfalen wurden 2025 insgesamt 4.404 Unfälle unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen registriert, davon 3.274 allein auf Alkohol zurückzuführen. Zwar liegen keine genauen Zahlen speziell zu Pedelec-Unfällen vor, doch spielte Alkohol bei 34 Prozent aller verletzungsbedingten Fahrradunfälle eine Rolle. Erst in diesem Jahr war ein betrunkener Pedelec-Fahrer in Dortmund in eine Kollision mit anderen Radfahrern verwickelt worden, bei der eine Person schwer verletzt wurde. Ein weiterer mutmaßlich alkoholisierter Fahrer in Münster stürzte im März und zog sich schwere Verletzungen zu.
Beide Verletzte befinden sich nach den Wochenendunfällen weiterhin im Krankenhaus. Die Ermittlungen der Polizei dauern an, die Ergebnisse der Bluttests stehen noch aus. Die Vorfälle unterstreichen einmal mehr die Gefahren, die vom Fahren unter Alkoholeinfluss – insbesondere mit Pedelecs – ausgehen.






