14 April 2026, 22:16

ARD setzt auf Gaming-Offensive: Wie der Sender junge Zielgruppen mit Roblox und Co. gewinnen will

Plakat mit einem Zitat aus Building a Better America, das besagt, "Wir müssen die sozialen Medien-Plattformen für das nationale Experiment zur Rechenschaft ziehen, das sie an unseren Kindern durchführen - zum Profit.", verziert mit Sternen.

ARD setzt auf Gaming-Offensive: Wie der Sender junge Zielgruppen mit Roblox und Co. gewinnen will

Der öffentlich-rechtliche Rundfunksender ARD baut sein Engagement im Bereich digitaler Spiele aus, um jüngere Zielgruppen zu erreichen. Da in Deutschland fast 50 Millionen Menschen regelmäßig Videospiele spielen, sieht die Anstalt Gaming als zentrales Wachstumsfeld. Geplant sind die Entwicklung eigener Titel sowie die Bündelung bestehender Initiativen unter einem neuen Netzwerk.

Auf der Gamescom stellte die ARD kürzlich ihre Strategie vor und präsentierte dort ein Spiel, das speziell für die Plattform Roblox konzipiert wurde. Dieser Schritt ist Teil einer umfassenderen Offensive, um mit interaktiven Inhalten neue und bestehende Zielgruppen anzusprechen. Zudem hat der Sender das ARD-Games-Netzwerk ins Leben gerufen, das sich auf vier Schwerpunkte stützt: Strategie, Community, Kultur und Wachstum.

Kritiker hinterfragen jedoch, ob die Produktion eigener Spiele mit dem öffentlichen Auftrag des Rundfunks vereinbar ist. Die ARD muss nun nachweisen, dass ihre Gaming-Projekte dem öffentlichen Bildungs- und Informationsauftrag entsprechen. Über Erfolg oder Misserfolg wird letztlich die Reichweite und das Engagement des Publikums entscheiden.

Kai Gniffke, Intendant des SWR, betonte das Potenzial digitaler Spiele, Vielfalt zu fördern und jüngere Zielgruppen zu erreichen. Der Sender versteht Gaming nicht nur als Unterhaltung, sondern auch als Instrument, um in einer sich wandelnden Medienlandschaft an Relevanz zu gewinnen.

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Mit der Gaming-Offensive vollzieht die ARD einen Wandel in der Art und Weise, wie öffentlich-rechtliche Sender digitale Zielgruppen ansprechen. Künftige Projekte werden abwägen müssen zwischen Innovation und den Anforderungen des öffentlichen Auftrags. Ob die Strategie aufgeht, wird sich an Zuschauerzahlen und Beteiligungsquoten messen lassen.

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