Bergisch Gladbach stärkt Inklusion mit erweitertem Beirat und neuer Vorsitzender
Jonas GüntherBergisch Gladbach stärkt Inklusion mit erweitertem Beirat und neuer Vorsitzender
Bergisch Gladbach erweitert Inklusionsbeirat für bessere Vertretung von Menschen mit Behinderungen
Bergisch Gladbach hat seinen Inklusionsbeirat erweitert, um Menschen mit Behinderungen stärker in lokale Entscheidungsprozesse einzubinden. Der Beirat zählt nun 13 Mitglieder – zuvor waren es neun – und umfasst erstmals auch Vertreter:innen mit Lernbehinderungen. Bürgermeister Marcel Kreutz lobte die Arbeit der Gruppe als "entscheidend für die Vielfalt und die Zukunft der Stadt".
Alle 15 Mitglieder des Inklusionsbeirats waren im vergangenen Jahr von lokalen Einrichtungen wie Wohlfahrtsverbänden, Schulen und Vereinen vorgeschlagen worden. Jede Institution konnte bis zu drei Kandidat:innen benennen, die entweder über persönliche Erfahrungen mit Behinderung verfügen, fachliche Expertise einbringen oder besonders schutzbedürftige Gruppen vertreten. Die endgültige Auswahl traf der Stadtrat im Dezember 2023.
Der neu erweiterte Beirat hat bereits erste Schritte zur Verbesserung der Barrierefreiheit unternommen: In seinen Unterlagen, darunter der aktualisierte Aktionsplan Inklusion, wird nun durchgängig eine leicht verständliche und einfache Sprache verwendet. Der Plan soll in Kürze dem Ausschuss für Soziales, Wohnen, Digitalisierung und Gesundheit (ASWDG) sowie dem Stadtrat zur endgültigen Beschlussfassung vorgelegt werden.
Auf seiner ersten Sitzung wählte der Beirat Katharina Kaul von der Katholischen Jugendagentur zur neuen Vorsitzenden. Ihre Stellvertreterin ist Uta Vossebrecker, die die Städtische Max-Bruch-Musikschule vertritt. Beide wurden einstimmig gewählt. Kaul betonte, Inklusion bedeute, dass alle Menschen selbstbestimmt leben und vollständig an der Gesellschaft teilhaben könnten.
Zudem entsandte der Beirat Vertreter:innen in verschiedene Fachausschüsse des Stadtrats. Damit sollen die Perspektiven von Menschen mit Behinderungen künftig direkt in politische Diskussionen einfließen.
Die Erweiterung des Beirats und die neue Führung markieren einen Wandel in Bergisch Gladbachs Umgang mit Inklusion. Erstmals haben nun auch Menschen mit Lernbehinderungen Mitspracherecht in Entscheidungsgremien. Der überarbeitete Aktionsplan und die verständlichere Kommunikation in offiziellen Dokumenten sollen die Teilhabe in der gesamten Stadt weiter stärken.






