30 March 2026, 06:18

CDU Solingen startet Untersuchung zu Mobbing an Schulen und Kitas

Plakat für die Anti-Kinderarbeit-Bewegung in Missouri, das eine Gruppe von Menschen in traditioneller Kleidung zeigt, einige stehend und einige sitzend, mit Text oben und unten, der Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit ausdrückt.

CDU Solingen startet Untersuchung zu Mobbing an Schulen und Kitas

Die Solinger CDU leitet eine Untersuchung zu Mobbing an Schulen der Stadt ein. Ziel der Initiative ist es, das Ausmaß des Problems zu erfassen und zu prüfen, ob die bisherigen Präventionsmaßnahmen greifen. Gleichzeitig will die Partei eine breitere Debatte über den Umgang mit Mobbing in lokalen Bildungseinrichtungen anstoßen.

Im Rahmen der Erhebung werden bestehende Anti-Mobbing-Programme in Kitas und Grundschulen unter die Lupe genommen. Besonders die Personalausstattung steht auf dem Prüfstand, um zu klären, ob ausreichend Ressourcen für die Vorbeugung bereitstehen. Zudem soll die Wirksamkeit der aktuellen Maßnahmen bewertet werden, da deren Erfolg bisher unklar bleibt.

Eine bundesweite Studie der Techniker Krankenkasse ergab, dass etwa jedes sechste Schulkind von Mobbing betroffen ist. Die PISA-Studie 2022 zeigte zudem, dass 21 Prozent der 15-Jährigen in Deutschland mehrmals im Monat gemobbt werden. Übertragen auf Solingen könnten demnach rund 2.800 Schülerinnen und Schüler betroffen sein.

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Die CDU-Untersuchung thematisiert auch digitales Mobbing, etwa Konflikte in Klassenchatgruppen. Zwar gibt es keine lokalen Daten dazu, wie viele Kinder aufgrund von Mobbing medizinische oder therapeutische Hilfe suchen – doch das Thema gewinnt politisch an Fahrt. Zwei zentrale Ausschüsse werden sich nun mit der Problematik befassen und sie damit fest auf die städtische Agenda setzen.

Die Ergebnisse der Erhebung sollen künftige Anti-Mobbing-Strategien in Solinger Schulen und Kitas prägen. Der Vorstoß der CDU könnte zu schärferen Präventionsmaßnahmen und einer klareren Bewertung der bestehenden Programme führen. Sowohl das Vorgehen gegen Mobbing im persönlichen Umfeld als auch im digitalen Raum dürfte in der Stadt bald grundlegend überprüft werden.

Quelle