30 March 2026, 22:18

Ursula Heinen-Esser wird neue Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie

Balkendiagramm, das die Stromerzeugung aus Wind und Solar in Deutschland zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Ursula Heinen-Esser wird neue Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie

Ursula Heinen-Esser ist zur neuen Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE) gewählt worden. Die Delegierten unterstützten sie einstimmig in ihrer Kandidatur. Ihre Wahl folgt auf den Rückzug von Simone Peter, die im Juni angekündigt hatte, nicht erneut für das Amt zu kandidieren.

Heinen-Esser bringt jahrzehntelange Erfahrung in Politik und Umweltpolitik mit. Zuvor bekleidete sie führende Positionen in den Bereichen Abfallwirtschaft, Waldschutz und in verschiedenen Ministerien. Ihre politische Laufbahn begann im Deutschen Bundestag, dem sie von 1998 bis 2013 angehörte. In dieser Zeit wirkte sie zudem von 2007 bis 2013 als Parlamentarische Staatssekretärin in zwei Bundesministerien.

2014 übernahm sie den Co-Vorsitz der Kommission zur Lagerung hochradioaktiver Abfallstoffe. Zwei Jahre später wurde sie Vorsitzende des Vorstands der Bundesgesellschaft für Endlagerung, ein Amt, das sie bis 2018 innehatte.

Im selben Jahr übernahm sie das Amt der Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz in Nordrhein-Westfalen. 2022 trat sie jedoch nach der Kontroverse um die sogenannte Mallorca-Affäre zurück. Seit 2021 ist sie zudem Präsidentin des Schutzverbandes Deutscher Wald.

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Ihre Wahl zur BEE-Präsidentin fällt in eine entscheidende Phase der Energiewende in Deutschland. Die Bundesregierung hat kürzlich das Klimaschutzprogramm 2026 verabschiedet, ein Maßnahmenpaket mit 67 Vorhaben, das bis 2030 über 25 Millionen Tonnen CO₂ einsparen soll. Zu den zentralen Elementen gehören der Ausbau der Windkraft an Land um jährlich 12 Gigawatt, die Elektrifizierung der Industrie sowie die Bereitstellung von 3 Milliarden Euro für 800.000 Elektrofahrzeuge. Zudem laufen Reformen wie das Gebäudemodernisierungsgesetz und das Netzpaket, begleitet von Entlastungen bei den Energiepreisen – etwa durch die Abschaffung der Gasspeicherumlage und die Subventionierung der Netzentgelte.

Nach ihrer Wahl bedankte sich Heinen-Esser bei den Delegierten und betonte die Notwendigkeit, den Einfluss des BEE zu stärken. Sie unterstrich, wie wichtig es sei, die Energiewende aktiv mitzugestalten – dies gelte als oberste Priorität.

Als neue BEE-Präsidentin wird Heinen-Esser die Organisation in einer Phase tiefgreifender Energiereformen führen. Ihr Hintergrund in Umweltpolitik, Abfallwirtschaft und Regierungspositionen bietet eine solide Grundlage für diese Aufgabe. Unter ihrer Führung wird sich der Verband nun auf die Weiterentwicklung der Erneuerbare-Energien-Politik konzentrieren.

Quelle