25 June 2026, 20:13

Cyberangriffe auf Schulen: Datenlecks und verschobene Prüfungen durch Sicherheitslücken

IT-Sicherheit: Bildung muss ihre Hausaufgaben machen

Cyberangriffe auf Schulen: Datenlecks und verschobene Prüfungen durch Sicherheitslücken

Die Bedrohungslage durch Cyberangriffe auf IT-Systeme in Deutschland verschärft sich laut dem aktuellen Bericht des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Schulen und Bildungseinrichtungen verzeichnen seit Monaten einen deutlichen Anstieg an Sicherheitsvorfällen und Datenlecks.

Eine Schwachstelle auf der Website der „Qualitäts- und UnterstützungsAgentur – Landesinstitut für Schule“ (QUA-LiS) in Nordrhein-Westfalen legte über 16.000 Datensätze offen. Der Vorfall führte zur Verschiebung von Abschlussprüfungen, nachdem Schüler keinen Zugriff auf Prüfungsunterlagen erhielten. In einem weiteren Fall stahlen Hacker sensible Personendaten von Lehrkräften und Schülern aus dem Bildungsdepartement des Kantons Basel-Stadt und veröffentlichten sie im Darknet.

Das BSI nennt Identitätsdiebstahl, Erpressungssoftware, Sicherheitslücken und Fehlkonfigurationen als größte Risiken für den Bildungssektor. Einige Verantwortliche in Nordrhein-Westfalen schlugen vor, als Reaktion die Mehr-Faktor-Authentifizierung abzuschalten – ein Vorschlag, der auf Kritik stieß.

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Der Bericht empfiehlt, Schulungen zum Thema Cybersicherheit auf Schulen und Lehrkräfte auszuweiten. Zudem wird eine zentrale Digitalisierungs- und Sicherheitsstrategie vorgeschlagen, um Bedrohungen frühzeitiger zu erkennen. Große Unternehmen setzen bereits Security Operations Center (SOC) ein, um Cyberangriffe zu überwachen und abzuwehren – ein Modell, das auch Bildungseinrichtungen übernehmen könnten.

Die zunehmende Zahl an Vorfällen unterstreicht den dringenden Handlungsbedarf für strengere Sicherheitsvorkehrungen an Schulen. Eine abgestimmte Strategie und bessere Schulungen könnten künftige Datenpannen verhindern und sensible Informationen schützen. Die Warnungen des BSI zeigen die Risiken auf, die mit Untätigkeit in einem immer digitaler werdenden Bildungssystem einhergehen.

Quelle