19 March 2026, 12:20

Deutsche Bahn digitalisiert S-Bahn-Strecke Köln–Bergisch Gladbach ab 2026

Schwarzes und weißes Foto des Bahnhofs Korschen in Ostern, Deutschland, das Schienenstränge, Bahnhofsgebäude, Menschen, Bäume und einen Himmelhintergrund mit der Aufschrift "Bahnhof Korschen in Ostern, Deutschland" oben und unten zeigt.

Deutsche Bahn digitalisiert S-Bahn-Strecke Köln–Bergisch Gladbach ab 2026

Deutsche Bahn rüstet S-Bahn-Strecke zwischen Köln-Mülheim und Bergisch Gladbach mit digitaler Technik auf

Ab dem 10. April 2026 modernisiert die Deutsche Bahn (DB) die S-Bahn-Linie zwischen Köln-Mülheim und Bergisch Gladbach mit neuer digitaler Technologie. Dabei werden veraltete Signalanlagen durch moderne, automatisierte Steuerungssysteme ersetzt. Pendler müssen sich während der ersten Bauphase auf vorübergehende Einschränkungen einstellen, da Busse den Schienenersatzverkehr übernehmen.

Erste Bauphase mit Ersatzverkehr vom 10. April bis 3. Juli 2026 In diesem Zeitraum ersetzen Busse die S11, während die DB zukunftsfähige Signaltechnik installiert. Das 85-Millionen-Euro-Projekt umfasst die Verlegung von 15 Kilometern Kabelkanälen sowie die Modernisierung von 20 Bahnübergängen. Diese Maßnahmen markieren den Auftakt für die schrittweise Einführung des europäischen Zugsicherungssystems ETCS (European Train Control System) im gesamten Netz.

Weitere Sperrungen 2027 geplant Vom 9. Juli bis 15. Oktober 2027 folgt eine dreimonatige Vollsperrung, ergänzt durch eine einwöchige Unterbrechung vom 7. bis 14. Mai. Zudem sind Nachtarbeiten zwischen dem 7. August und 4. September 2026 vorgesehen, um tagsüber möglichst wenig Beeinträchtigungen zu verursachen.

Mehr Kapazität, kürzere Takte und Vorbereitung für zweites Gleis Die Aufrüstung ermöglicht häufigere Zugverbindungen mit kürzeren Intervallen und bereitet die Strecke bis 2030 auf den Bau eines zweiten Gleises vor. Bis Ende der 2020er-Jahre soll die Linie vollständig digital gesteuerte, automatisierte Züge unterstützen.

Unterstützung für betroffene Fahrgäste: Fahrradverleih und provisorische Radroute Während der Sperrung startet mit "S11-Bike" ein unabhängiges Fahrradverleihsystem, dessen Räder das SEV-Logo tragen. Ergänzt wird das Angebot durch die temporäre Radpendlerroute 2, die ab dem 10. April 2026 zwischen Bergisch Gladbach und Köln ausgeschildert wird. Das neue Steuerungszentrum in der Nähe des Bahnhofs Köln-Mülheim soll künftig den ETCS-Betrieb in der gesamten Region koordinieren.

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Ziel: Höhere Zuverlässigkeit und Kapazität auf wichtiger Pendlerstrecke Langfristig soll die digitale Signaltechnik schnellere und effizientere Verbindungen ermöglichen. Zwar müssen Fahrgäste vorübergehend mit Umstellungen rechnen, doch die Vorteile überwiegen: weniger Verspätungen, dichtere Takte und bessere Anschlüsse.

Quelle