Kussverbot gelockert: Gänseliesel kann wieder geküsst werden - Gänseliesel-Brunnen hebt 2026 sein legendäres Kussverbot auf
Göttingens berühmter Gänseliesel-Brunnen hebt 2026 sein langjähriges Kussverbot vorübergehend auf
Die Maßnahme markiert den 125. Geburtstag der Statue, die am 8. Juni 1901 erstmals in Düsseldorf enthüllt wurde. Jahrzehntelang entwickelte sich das Küssen der bronzenen Gänsemagd zu einer beliebten – wenn auch offiziell verbotenen – Tradition unter Studierenden und Besuchern.
Die Gänseliesel-Statue avancierte nach ihrer Enthüllung 1901 schnell zum kulturellen Symbol. Früher mussten Erstsemester sie im Rahmen ihrer Immatrikulationsfeier küssen, was ihr den Spitznamen "das am meisten geküsste Mädchen der Welt" einbrachte. Obwohl die Stadt das Ritual 1926 wegen wiederholter Beschädigungen verbot, hielten Doktoranden die Tradition am Leben, indem sie Blumen mitbrachten und heimlich Küsse stahlen. Das Original wurde schließlich 1990 durch eine Replik ersetzt, um das Erbe zu bewahren.
Zum Jubiläum lockern die Verantwortlichen an drei besonderen Terminen die Regeln: am 19. April, 4. Juni und 27. September 2026. An diesen Tagen dürfen Besucher die Statue wieder küssen oder sich mit ihr fotografieren lassen. Die vorübergehende Änderung soll die Geschichte des Brunnens ehren, ihn aber zugleich vor langfristigem Verschleiß schützen.
Die Ausnahmen 2026 ermöglichen es den Menschen, Göttingens studentische Traditionen hautnah zu erleben. Danach gelten wieder die üblichen Schutzmaßnahmen. Der Brunnen bleibt ein geliebtes Wahrzeichen, das Vergangenheit und Gegenwart der Stadt verbindet.
When Did the Kussverbot Begin? 1926 Ordinance Details Emerge
The original kissing ban was formally enforced 31 March 1926 via police ordinance. A maximum fine of 150 Mark was set for violations. This legal framework preceded the 1990 replica installation by six decades.






