06 May 2026, 20:13

Geburtenrückgang in Bergisch Gladbach bedroht Existenz von Tagesmüttern und -vätern

Ein Babyladen in einem Einkaufszentrum mit Menschen, Spielzeugen, Regalen, Schildern, einem Anzeigebildschirm, Deckenlampen und einem Dach, das sich im Mall of Asia befindet.

Geburtenrückgang in Bergisch Gladbach bedroht Existenz von Tagesmüttern und -vätern

Tagesmütter und -väter in Bergisch Gladbach kämpfen mit freien Plätzen und finanzieller Unsicherheit

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Ein deutlicher Rückgang der Geburtenraten hat in Bergisch Gladbach dazu geführt, dass 46 Betreuungsplätze für das kommende Jahr unbesetzt bleiben. Viele Eltern, die eigentlich die familiäre Kinderbetreuung für ihre Kleinkinder bevorzugen, wechseln unter dem Druck von Kitas in die institutionelle Tagesbetreuung – aus Sorge, später keinen Platz mehr zu bekommen.

Der Geburtenrückgang trifft die Kindertagespflege besonders hart. Mit immer weniger Kleinkindern in der Stadt gibt es mittlerweile mehr freie Plätze als Kinder, die sie besetzen könnten. Bis zum Sommer könnte sich die Zahl der unbesetzten Betreuungsplätze weiter erhöhen, sobald die Kitas ihre endgültigen Zuweisungen vornehmen.

Eltern schätzen an der Kindertagespflege oft die kleinen Gruppen, die vertraute Umgebung und die flexiblen Betreuungszeiten. Doch Kitas drängen Familien häufig zum Wechsel und warnen, dass später möglicherweise keine Plätze mehr verfügbar seien. Dieser Druck führt dazu, dass Tagesmütter und -väter weniger Kinder betreuen und damit auch weniger Einnahmen haben.

Sarah Heller, Vorsitzende des örtlichen Tagespflegeverbandes, hat beschlossen, den Beruf aufzugeben. Als Hauptgründe nannte sie die ständige Unsicherheit und fehlende Jobperspektiven. Der Verband betont, dass die Kindertagespflege nicht in Konkurrenz zu Kitas stehe, sondern eine wichtige Alternative darstelle – insbesondere für Kinder unter drei Jahren.

Trotz der Herausforderungen bieten Tagespflegepersonen weiterhin ein familienähnliches Umfeld und stabile Bezugspersonen. Doch ohne mehr Kinder könnten sich ihre finanziellen und strukturellen Probleme weiter verschärfen.

Die Situation in Bergisch Gladbach zeigt die wachsende Belastung für die Kindertagespflege. Mit bereits 46 freien Plätzen und der Erwartung weiterer Ausfälle blicken die Betreuungskräfte einer ungewissen Zukunft entgegen. Der Verband bleibt zwar engagiert, Familien zu unterstützen, warnt jedoch, dass ohne Veränderungen weitere Schließungen drohen.

Quelle