04 April 2026, 08:18

Handy am Steuer: Paderborner Polizei stoppt riskante Verkehrssünder während Roadpol-Kontrollen

Schild mit der Aufschrift "E-Bike-Fahren nur für Anwohner" neben einer Straße mit Verkehrskegeln, einem Fahrzeug, Bäumen und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Handy am Steuer: Paderborner Polizei stoppt riskante Verkehrssünder während Roadpol-Kontrollen

Die Polizei in Paderborn schlägt Alarm wegen des wachsenden Problems von Autofahrern, die während der Fahrt ihr Handy nutzen. Im Rahmen der jüngsten Roadpol-Sicherheitswochen führten Beamte gezielte Kontrollen durch, um abgelenktes Fahren zu bekämpfen. Die Ergebnisse zeigten besorgniserregende Ausmaße riskanten Verhaltens – darunter Wiederholungstäter und gefährliche Vorfälle.

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Die Verkehrskontrollen fanden im Rahmen der Roadpol-Sicherheitswochen 2020 im Kreis Paderborn statt. Im Fokus standen Autofahrer und Radfahrer, die ihr Handy ohne Freisprecheinrichtung benutzten. Insgesamt wurden 47 Personen wegen der Handy-Nutzung am Steuer oder auf dem Fahrrad mit Bußgeldern belegt oder angezeigt.

Unter den Ertappten befanden sich elf Autofahrer und zwei Radfahrer. Ein 38-jähriger Paderborner wurde gleich zweimal mit dem Handy am Ohr erwischt. Nach dem zweiten Stopp flüchtete er, wobei er fast einen Fußgänger mit einem Rollator erfasst hätte. Bei der Konfrontation mit der Polizei wurde er aggressiv, es kam zu einer körperlichen Auseinandersetzung. Sein Führerschein wurde sofort eingezogen.

Bei den Kontrollen deckten die Beamten weitere Verstöße auf: Ein 13-jähriger Junge fuhr einen E-Scooter – für Minderjährige ist dies verboten. Insgesamt registrierte die Polizei 70 Ordnungswidrigkeiten und verhängte Bußgelder oder leitete Anzeigen ein.

Studien belegen die Gefahren der Handy-Nutzung im Straßenverkehr: Wer bei Tempo 50 nur zwei Sekunden nicht auf die Straße schaut, fährt fast 30 Meter blind. Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung ist ebenso riskant wie Fahren mit 0,8 Promille Alkohol im Blut. Das Tippen einer Nachricht ist noch gefährlicher – vergleichbar mit 1,1 Promille.

Um Risiken zu minimieren, raten die Behörden, das Smartphone während der Fahrt außer Reichweite zu lassen. Sie empfehlen die Nutzung von Freisprechanlagen oder die Nutzung des Geräts erst im Stand.

Die Roadpol-Sicherheitswochen machten deutlich, wie stark die Handy-Nutzung im Verkehr weiterhin andere Verkehrsteilnehmer gefährdet. Die Paderborner Polizei betont die Notwendigkeit einer strikteren Einhaltung der Verkehrsregeln. Selbst kurze Unaufmerksamkeit könne schwere Unfälle und rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

Quelle