19 June 2026, 20:13

Köln und Düsseldorf fordern legale Drogen-Mikrohandel-Zonen gegen Kriminalität und Elend

Köln und Düsseldorf wollen den Crack-Handel legalisieren

Köln und Düsseldorf fordern legale Drogen-Mikrohandel-Zonen gegen Kriminalität und Elend

Die Oberbürgermeister von Köln und Düsseldorf fordern die Legalisierung des kleinteiligen Handels mit harten Drogen in ihren Städten. Stephan Keller und Torsten Burmester sind überzeugt, dass dies den Druck auf öffentliche Räume verringern und die Kriminalität eindämmen könnte. Sie haben beim Justizminister von Nordrhein-Westfalen offiziell eine rechtliche Prüfung beantragt.

Bereits im Mai hatten Keller und Burmester einen Brief an Justizminister Benjamin Limbach gerichtet. Darin baten sie um eine Einschätzung, ob der Mikrohandel in kontrollierten Drogenkonsumräumen erlaubt werden könnte. Der Vorschlag sieht vor, dass schwerstabhängige Nutzer kleine Mengen harter Drogen in geschützten Umgebungen kaufen und verkaufen dürfen.

Der Kölner Neumarkt hat sich zu einem Brennpunkt des Drogenkonsums entwickelt, was für Anwohner und Unternehmen erhebliche Probleme mit sich bringt. Abhängige betteln oft aggressiv, begehen Diebstähle oder gehen der Prostitution nach. Öffentliches Urinieren und andere Belästigungen verschärfen die Situation zusätzlich.

Beide Oberbürgermeister sind bereit, bei der Legalisierung eines solchen Handels voranzugehen. Sie argumentieren, dass die Duldung von Mikrohandel in ausgewiesenen Räumen klarere Handlungsanweisungen für das Personal schaffen würde. Zudem könnte dies dem wachsenden Konsum von Crack entgegenwirken, der in Großstädten wie Hamburg, Berlin und Frankfurt Heroin bereits überholt hat.

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Ziel des Antrags ist es, rechtlich sichere Rahmenbedingungen für Drogenhilfeeinrichtungen zu schaffen. Bei einer Genehmigung könnte die Maßnahme offene Drogenszenen in Innenstädten zurückdrängen. Gleichzeitig würde sie einen strukturierten Umgang mit dem Konsum harter Drogen in urbanen Gebieten ermöglichen.

Quelle