30 March 2026, 08:19

Kölner Klimaforum diskutiert: Wie Sozialbau und Klimaschutz zusammenpassen

Plakat mit Text und Logo, das "Wir reduzieren die Treibhausgasemissionen um etwa eine Gigatonne bis 2030" fordert und damit für eine signifikante Reduzierung der Treibhausgase bis 2030 wirbt.

Kölner Klimaforum diskutiert: Wie Sozialbau und Klimaschutz zusammenpassen

3. Kölner Klimaforum widmet sich sozialem Wohnungsbau und der Rolle der Wohlfahrtsverbände im Klimaschutz

Mit 100.000 Gebäuden unter ihrer Verwaltung stehen Wohlfahrtsorganisationen vor der wachsenden Herausforderung, Emissionen zu senken – und gleichzeitig bezahlbaren Wohnraum zu erhalten. Die Verbände verfügen über einen riesigen Immobilienbestand, der oft erheblich zum CO₂-Ausstoß beiträgt. Die Caritas, einer der größten Anbieter, hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 alle ihre Einrichtungen und Dienstleistungen klimaneutral zu gestalten. Doch politische Hürden bleiben: Strenge Förderrichtlinien verhindern häufig, dass Verbände in erneuerbare Energien investieren können.

Auf dem Forum wurde die Notwendigkeit einer besseren Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Kommunen betont. Eva Maria Welskop-Deffaa, eine der Hauptrednerinnen, hob die prägende Rolle von Papst Franziskus bei der Vorantreibung globaler Klimavereinbarungen hervor. Gleichzeitig warnten Teilnehmer vor steigenden Kosten, da die ab 2027 geplante CO₂-Bepreisung für Gebäude und Verkehr die Mieten für einkommensschwache Haushalte unerschwinglich machen könnte.

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Die Caritas fordert stärkere politische Unterstützung, um sicherzustellen, dass Klimaschutzmaßnahmen in allen Bereichen greifen. Die Organisation betont, dass soziale Einrichtungen in nachhaltige Sanierungen investieren müssen – ohne die Kosten auf die Mieter abzuwälzen. Parallel dazu unterstrich ein hochkarätiges Klimatreffen in Castel Gandolfo mit Teilnehmern wie Arnold Schwarzenegger den globalen Handlungsdruck.

Das Forum machte deutlich, wie schwer es für Wohlfahrtsverbände ist, Klimaziele mit sozialer Verantwortung in Einklang zu bringen. Ohne Kurskorrekturen in der Politik könnten viele die Emissionsvorgaben verfehlen – oder bezahlbaren Wohnraum gefährden. Die Debatten ebneten den Weg für weitere Verhandlungen zwischen Regierung und Sozialwirtschaft.

Quelle