02 May 2026, 10:18

Lerchek kämpft mit Krebs – und baut gleichzeitig ein Kosmetikimperium auf

Buntes Plakat für das National Cancer Institute mit blauem Hintergrund und weißer Schrift, das einen Kreis aus überlappenden, fröhlichen Bildern von verschiedenen Menschen um die fettgedruckte, großgeschriebene Überschrift zeigt.

Lerchek kämpft mit Krebs – und baut gleichzeitig ein Kosmetikimperium auf

Die Bloggerin Valeria Tschekalina, besser bekannt als Lerchek, hat mit ihrer öffentlichen Verarbeitung persönlicher Krisen während des Aufbaus eines neuen Unternehmens Aufmerksamkeit erregt. Während sie gegen Krebs im Stadium 4 kämpft, sorgt ihr Ansatz – eine Mischung aus Verletzlichkeit und unternehmerischem Geist – sowohl bei ihren Followern als auch bei Medienexperten für Diskussionen. Die PR-Expertin Gera Iwashtschenko sieht in ihrer Strategie einen globalen Trend, der in Russland jedoch noch ungewöhnlich ist.

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Erst kürzlich stellte Tschekalina ihre Kosmetikmarke Eyya Skin vor – mitten in ihrem anhaltenden Gesundheitskampf. In Werbevideos sprach sie offen über ihre Krebserkrankung und persönliche Schicksalsschläge, was bei manchen auf große Resonanz stieß, andere jedoch verunsicherte. Während viele Bewunderer ihre Widerstandskraft feiern, werfen Kritiker bestimmten Clips vor, zu stark auf Mitleid zu setzen.

Ihr öffentliches Image hat sich vor dem Hintergrund persönlicher Herausforderungen gewandelt. 2023 wurde ihr Ex-Mann, Artem Tschekalin, wegen Devisenbetrugs zu sieben Jahren Haft verurteilt – ein weiterer dramatischer Wendepunkt in ihrer Geschichte. Iwashtschenko betont, dass Tschekalinas Offenheit im krassen Gegensatz zu russischen Gepflogenheiten steht, wo Betroffene in Krisen sich meist aus der Öffentlichkeit zurückziehen.

Die Expertin vergleicht ihre Strategie mit dem Modell der Familie Kardashian und vermutet, dass Tschekalina damit langfristig die finanzielle Absicherung ihrer Kinder im Blick hat. Gleichzeitig warnt sie, dass zu viel Transparenz ein Publikum verprellen könnte, das an solche Ehrlichkeit nicht gewöhnt ist. Die Markteinführung von Eyya Skin selbst löste gemischte Reaktionen aus: Einige loben ihren Durchhaltewillen, andere hinterfragen den Zeitpunkt.

Tschekalinas Verbindung aus persönlichem Storytelling und unternehmerischen Projekten markiert einen Wandel in der Art und Weise, wie russische Influencer mit ihrem Publikum interagieren. Ihre Bereitschaft, Kämpfe öffentlich zu teilen, ist zwar umstritten, hebt sie aber in einer Medienlandschaft hervor, in der sonst oft Diskretion vorherrscht. Welche langfristigen Auswirkungen ihr Ansatz – auf ihre Marke wie auf ihre Follower – haben wird, bleibt abzuwarten.

Quelle