Moers bewahrt jüdisches Erbe mit neuer Broschüre und Bürgermeister-Schirmherrschaft
Jonas GüntherMoers bewahrt jüdisches Erbe mit neuer Broschüre und Bürgermeister-Schirmherrschaft
Moers hat einen weiteren Schritt zur Bewahrung seiner jüdischen Geschichte unternommen. Bei einem kürzlichen Treffen übernahm Bürgermeisterin Julia Zupancic offiziell die Schirmherrschaft über die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit. Gleichzeitig wurde die neue Broschüre "Spuren jüdischen Lebens" vorgestellt, die sich mit den verbleibenden Zeugnissen der jüdischen Vergangenheit der Stadt beschäftigt.
Die Veranstaltung begann mit einer Begrüßung der Vorstandsmitglieder durch Bürgermeisterin Zupancic. Sie betonte ihr Engagement, das Gedenken an das jüdische Leben in Moers wachzuhalten und Antisemitismus entgegenzutreten. Mit der Übernahme der Schirmherrschaft wird diese Unterstützung nun offiziell verankert.
Die Gesellschaft präsentierte ihre neueste Veröffentlichung, "Spuren jüdischen Lebens", eine Broschüre, die die wenigen noch erhaltenen Spuren der jüdischen Gemeinde der Stadt dokumentiert. Sie beleuchtet die frühe Geschichte und ist für drei Euro in örtlichen öffentlichen Einrichtungen erhältlich.
Martin Behnisch-Wittig, der evangelische Vorsitzende des Vereins, sprach über die bürgergetragene Entstehung der Gesellschaft und ihre besondere Rolle in der Gemeinschaft. Der Verein hat bundesweit starke Netzwerke aufgebaut, die in der Vergangenheit sogar die renommierte Buber-Rosenzweig-Medaille nach Moers brachten. Zu den früheren Preisträgern zählen Heinz Kremers und Nikolaus Schneider für ihr Wirken im christlich-jüdischen Dialog.
Die Einbindung jüngerer Generationen bleibt ein zentrales Anliegen der Gesellschaft. Durch regelmäßige Kooperationen mit örtlichen Schulen lernen Schülerinnen und Schüler diese gemeinsame Geschichte kennen.
Die Veröffentlichung der Broschüre und die Schirmherrschaft der Bürgermeisterin unterstreichen die anhaltenden Bemühungen Moers', sein jüdisches Erbe zu bewahren. Die Gesellschaft setzt ihre Arbeit durch Bildung, öffentliche Angebote und Gemeinschaftsprojekte fort – mit dem Ziel, die Geschichte der Stadt für künftige Generationen sichtbar und zugänglich zu halten.






