05 April 2026, 00:53

Mülheimer Seniorin verliert sechsstellige Summe durch perfiden Handelsregister-Betrug

Ein Plakat mit Text und einem Logo, auf dem steht: "Wenn Unternehmen versteckte Müllgebühren in Familienrechnungen unterbringen, kann das Hunderte von Dollar im Monat aus ihren Taschen ziehen."

Mülheimer Seniorin verliert sechsstellige Summe durch perfiden Handelsregister-Betrug

Eine ältere Frau aus Mülheim hat nach einem Betrug einen sechsstelligen Betrag verloren, nachdem Kriminelle sie unter falschen Vorwänden zur Überweisung von Geld verleitet hatten. Der Schwindel begann mit einer täuschenden Push-Nachricht auf ihrem Smartphone, die angeblich von ihrer 'Handelsregister'-App stammte.

Das Opfer erhielt eine Nachricht, in der es aus Sicherheitsgründen aufgefordert wurde, eine Telefonnummer anzurufen. Als sie dort anrief, gab sich der Anrufer als Mitarbeiter des Sicherheitsteams ihrer 'Handelsregister'-App aus. Er behauptete, Kriminelle hätten ihr Konto genutzt, um Kryptowährung zu kaufen.

Während des langen Telefonats überredete der Betrüger die Frau, eine Software herunterzuladen, die ihm Fernzugriff auf ihren Computer ermöglichte. Sie loggte sich daraufhin in ihr Bankkonto ein und überwies auf Anweisung hohe Summen auf ein Konto, das sie für sicher hielt. Der Betrüger beendete das Gespräch erst, als das Limit ihres Kontos erreicht war.

Nachdem die Frau den Betrug erkannt hatte, erstattete sie Anzeige bei der Polizei. Die Behörden warnen die Bevölkerung vor unaufgeforderten Kontakten, insbesondere wenn dabei persönliche oder finanzielle Daten abgefragt werden. Allein im Jahr 2024 registrierte die Bundesnetzagentur 154.624 Beschwerden über den Missbrauch von Telefonnummern, darunter SMS- und Chat-Betrug – ein neuer Rekord.

Experten raten Betroffenen, ihr Gerät sofort vom Internet und der Stromversorgung zu trennen. Opfer sollten sich umgehend an ihre Bank wenden und ihren Computer von Fachleuten überprüfen lassen. Auf keinen Fall sollte Software aus unbekannten Quellen installiert oder Fremden der Fernzugriff auf den Computer gewährt werden.

AKTUALISIERUNG

Mülheim seniors targeted in escalating scam pattern

Authorities have confirmed a prior scam in Mülheim on 12 January 2026, where a 98-year-old resident narrowly avoided losing €30,000 after a fraudster impersonated a granddaughter. The caller claimed to need urgent funds, but the alert senior responded: 'Lass mich raten, du brauchst 30.000 EUR!' This incident highlights a growing trend of elderly-targeted fraud in the region, with multiple schemes reported in early 2026.