Neuer Hochschulseelsorger in Köln will Studierenden in Krisenzeiten helfen
Jonas GüntherNeuer Hochschulseelsorger in Köln will Studierenden in Krisenzeiten helfen
Thorben Pollmann hat eine neue Position als Hochschulseelsorger in Köln übernommen. Die Stelle bringt sowohl Begeisterung als auch frische Herausforderungen mit sich, während er sich in der Stadt einlebt. Sein Amtsantritt fällt in eine Zeit, in der Studierende zunehmend mit Sorgen um Wohnraum, Klimawandel und ihre berufliche Zukunft kämpfen.
Pollmann muss sich selbst noch in Köln zurechtfinden, einer Stadt, in die er erst kürzlich gezogen ist. Die Unsicherheiten, mit denen viele Studierende konfrontiert sind, kennt er aus eigener Erfahrung – schließlich war er selbst einmal in einer ähnlichen Situation. Sein vorrangiges Ziel ist es, im kommenden Wintersemester den Kontakt zu den Studierenden herzustellen.
Die Studierenden in Köln sehen sich mit vielfältigen Belastungen konfrontiert. Über 2.500 von ihnen stehen auf Wartelisten für Plätze in Studentenwohnheimen, einige drohen sogar obdachlos zu werden. Doch nicht nur die Wohnungsnot, auch die Sorgen um die Klimakrise und die berufliche Absicherung lasten schwer auf ihnen.
Pollmann möchte gemeinsam mit den Studierenden nach praktischen Lösungen für diese Probleme suchen. Die Hochschulgemeinschaft bietet bereits sowohl seelsorgerische Unterstützung als auch konkrete Hilfe für Bedürftige an. Sein Ansatz verbindet Einfühlungsvermögen mit Tatkraft und konzentriert sich auf die akuten Nöte der Studierenden.
Die Arbeit des neuen Seelsorgers wird sich darauf konzentrieren, gemeinsam mit den Studierenden reale Probleme anzugehen. Angesichts von Wohnungsmangel und existenziellen Ängsten, die ihr Leben prägen, bietet seine Rolle eine Mischung aus Orientierung und Solidarität. Das kommende Semester wird zeigen, wie sich diese Bemühungen in der Praxis bewähren.






