17 April 2026, 00:24

NRW-Bildungsministerin will Handys an Grundschulen komplett verbieten

Kinder sitzen an Tischen und nutzen Tablets in einem Klassenzimmer mit Erwachsenen in der Nähe, ein Banner und ein Plakat an der Wand.

NRW-Bildungsministerin will Handys an Grundschulen komplett verbieten

Nordrhein-Westfalens Bildungsministerin Dorothee Feller fordert strengere Regeln für Handys in Schulen. Während sie für Grundschüler ein vollständiges Verbot befürwortet, setzt sie bei älteren Schülern auf eine flexiblere Lösung. Die CDU-Politikerin betonte, dass Lehrkräfte den Handygebrauch an weiterführenden Schulen kontrollieren sollten – allerdings nur auf Basis klarer Richtlinien.

Fellers Vorschlag sieht eine differenzierte Handyregelung je nach Schulstufe vor. An Grundschulen soll während der Unterrichtszeit ein generelles Verbot gelten. Für ältere Schüler lehnt sie ein pauschales Verbot jedoch ab – vorausgesetzt, die Nutzung wird von Lehrkräften begleitet.

Gleichzeitig wies sie auf die begrenzte Zeit hin, die Schulen haben, um das Verhalten von Jugendlichen zu prägen. Schüler an Gesamtschulen verbringen nur 28 von 110 wöchentlichen Wachstunden im Unterricht. Diese Realität mache deutlich, dass Medienkompetenz über den Schulalltag hinaus gefördert werden müsse, so Feller.

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Die Ministerin ordnete das Thema als gesamtgesellschaftliche Herausforderung ein, die über den Bildungsbereich hinausgehe. Kinderschutz, Risiken sozialer Medien und der Umgang mit Handys seien Aufgaben der gesamten Gesellschaft – nicht nur der Schulen. Kinder darüber aufzuklären, Gefahren wie Online-Grooming zu erkennen, sei heute unverzichtbar, erklärte sie.

Fellers Plan sieht vor, dass Grundschüler künftig gar keine Handys nutzen dürfen, während ältere Schüler sie unter Aufsicht verwenden können. Im Mittelpunkt steht dabei der Ausgleich zwischen technologischer Nutzung und Sicherheit – sowohl in der Schule als auch im privaten Umfeld.

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