Peter Copping revolutioniert Lanvin mit eklektischer Herrenmode zwischen Drama und Alltag
Tobias FischerPeter Copping revolutioniert Lanvin mit eklektischer Herrenmode zwischen Drama und Alltag
Peter Copping präsentiert eine mutige neue Herrenkollektion für Lanvin. Die Entwürfe verbinden moderne Stoffe mit klassischen Einflüssen und zielen auf eine Mischung aus Dramatik und Alltagstauglichkeit. Die Kollektion schöpft aus vielfältigen Inspirationen – von literarischen Figuren bis zu Hollywood-Legenden der Goldenen Ära.
Bevor Copping die Linie entwarf, setzte er sich intensiv mit der Herrenmode-Geschichte von Lanvin auseinander. Dabei stellte er fest, dass das Archiv im Vergleich zur Damenmode des Hauses nur lückenhaft dokumentiert war. Diese unklare Überlieferung der vergangenen hundert Jahre prägte seinen gestalterischen Ansatz.
Die Kollektion vereint zeitgenössische und vintage Elemente. Zu den verwendeten Materialien zählen feines Baumwollsegeltuch, goldfarbenes Krokodil-Jacquard und fließende Woll-Viskose-Anzüge. Arbeits- und Sportbekleidungsdetails treffen auf Abendgarderobe – etwa ein Smokingjackett, kombiniert mit Jeans und einem Jersey-Oberteil mit Seidenärmeln.
Die Inspirationen sind vielschichtig: Copping ließ sich von Jean Cocteau, Jean-Paul Sartre und Surrealisten wie André Breton leiten, aber auch von Julian Schnabels Stil aus dem Jahr 2016 und der maritimen Eleganz eines Cary Grant. Herausgekommen ist eine Kollektion, die auffällige Statement-Pieces mit tragbarer Alltagsmode verbindet.
Mit auffälligen Stoffen und eklektischen Einflüssen bietet die Linie eine Mischung aus formeller und lässiger Ästhetik – gedacht, um sowohl einprägsam als auch funktional zu sein. Coppings Arbeit zeigt, wie er das Herrenmode-Erbe von Lanvin mit frischer Kreativität neu interpretiert.
