S11-Ausbau zwischen Köln und Bergisch Gladbach: 305 Millionen Euro für schnellere Züge und mehr Barrierefreiheit
Tobias FischerS11-Ausbau zwischen Köln und Bergisch Gladbach: 305 Millionen Euro für schnellere Züge und mehr Barrierefreiheit
Die S11-Bahnlinie zwischen Köln und Bergisch Gladbach steht vor einem umfassenden Ausbau, nachdem Nordrhein-Westfalen (NRW) 305 Millionen Euro für das Projekt bewilligt hat. Die Erweiterung bringt schnellere Verbindungen, neue Haltepunkte und eine bessere Barrierefreiheit – doch Pendler müssen sich auf jahrelange Einschränkungen einstellen. Mit den finalen Genehmigungen in diesem Sommer könnten die Bauarbeiten bereits Ende 2030 beginnen.
Das 836 Millionen Euro schwere Vorhaben umfasst den zweigleisigen Ausbau zwischen Köln-Dellbrück und Bergisch Gladbach, einen neuen Bahnhof Köln-Kalk West sowie Modernisierungen am Bahnhof Bergisch Gladbach, der von zwei auf vier Gleise erweitert wird. Zudem entstehen zwei neue Mittelbahnsteige am Kölner Hauptbahnhof und am Bahnhof Köln Messe/Deutz, sodass alle Stationen zwischen Köln-Holweide und Bergisch Gladbach vollständig barrierefrei sein werden.
NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer bestätigte, dass bis zum Sommer 2025 alle Baugenehmigungen vorliegen sollten. Damit ist der Weg frei für die DB InfraGO, Ausschreibungen zu starten und die ersten größeren Streckensperrungen zu planen. Die erste Vollsperre ist direkt nach Ostern 2026 vorgesehen, wobei während der gesamten Bauphase mit längeren Behinderungen zu rechnen ist.
Nach Fertigstellung wird die S11 im Zehn-Minuten-Takt verkehren, in den Stoßzeiten fast alle fünf Minuten. Allerdings verzögert sich das ursprüngliche Ziel, das zweite Gleis bis 2032 fertigzustellen, aufgrund von Überschneidungen mit anderen Infrastrukturprojekten. Bergisch Gladbachs Erster Beigeordneter, Ragnar Migenda, äußerte die Hoffnung, dass die Arbeiten dennoch bis Ende 2030 beginnen könnten, auch wenn der genaue Zeitplan noch unklar ist.
Der Ausbau steigert die Kapazität und Barrierefreiheit der S11 deutlich und wird gemeinsam vom Bund (531 Millionen Euro) und NRW (305 Millionen Euro) finanziert. Pendler müssen jedoch jahrelange Sperrungen und Verspätungen in Kauf nehmen, bevor sie von schnelleren und häufigeren Zügen profitieren. Die finalen Genehmigungen in diesem Sommer markieren den nächsten Schritt hin zum Baubeginn.






