Sicherheitslücke legt geheime Route für nächsten Castor-Transport offen
Lotta MüllerSicherheitslücke legt geheime Route für nächsten Castor-Transport offen
Ein schwerwiegendes Sicherheitsversäumnis hat die geplante Route für einen Atomtransport in Deutschland offenbart. Details über eine für den Schutz des Transports vorgesehene Drohnenflug-Sperrzone wurden versehentlich öffentlich zugänglich. Der Vorfall wirft Fragen nach den Sicherheitsprotokollen bei solchen hochriskanten Operationen auf.
Durch den Fehler wurde bekannt, dass entlang der Autobahnen von Jülich nach Ahaus in Nordrhein-Westfalen ein Luftsperrgebiet eingerichtet werden soll. Diese Strecke ist für den nächsten Castor-Transport vorgesehen, bei dem Brennelemente aus einem stillgelegten Forschungsreaktor zu einem Zwischenlager gebracht werden sollen. Wie der Westdeutsche Rundfunk (WDR) berichtet, waren die Informationen von Mittwochabend bis Donnerstag online einsehbar.
Offiziell unterliegen die genauen Routen für Atomtransporte in Castor-Behältern der Geheimhaltung. Die Behörden behandeln diese Strecken als vertraulich, um mögliche Terrorgefahren oder großangelegte Proteste zu verhindern. Wie es zur Veröffentlichung der Details kam, ist bisher ungeklärt.
Das Verkehrsministerium hat sich zu dem Vorfall bisher nicht geäußert. Eine erste Veröffentlichung über den Fehler wurde später wieder entfernt, sodass Fragen offenbleiben.
Die versehentliche Offenlegung zeigt Schwachstellen im Umgang mit sensiblen Transportoperationen auf. Der Transport bleibt ein mögliches Ziel für Sicherheitsrisiken oder öffentliche Demonstrationen. Die Behörden haben noch nicht erklärt, wie es zu dem Datenleck kam und welche Maßnahmen ergriffen werden, um künftige Pannen zu verhindern.






