BTS-Konzert in Seoul bringt Milliarden – für nur 60.000 Euro Miete
Tobias FischerBTS-Konzert in Seoul bringt Milliarden – für nur 60.000 Euro Miete
Das bevorstehende kostenlose Konzert von BTS in Seoul wird der Stadt einen massiven wirtschaftlichen Aufschwung bescheren. Die Veranstaltung, die am 21. März 2026 auf dem Gwanghwamun-Platz stattfinden soll, könnte laut Schätzungen von Bloomberg an einem einzigen Tag rund 165 Millionen Euro umsetzen. Gleichzeitig wird der Veranstalter HYBE weniger als 60.000 Euro zahlen, um Schlüsselstandorte in der Hauptstadt zu nutzen.
HYBE hat zugesagt, umgerechnet etwa 21.000 Euro für die sieben Tage lange Nutzung des Gwanghwamun-Platzes zu zahlen – inklusive Aufbau, Konzert und Abbau. Weitere 43.000 Euro fließen in Dreharbeiten und Bühnenaufbauten am Gyeongbok-Palast und am Sungnyemun-Tor. Insgesamt werden die Zahlungen des Unternehmens an Stadt und Zentralregierung für öffentliche Flächen und Kulturgüter rund 63.000 Euro betragen.
Die Sicherheit hat höchste Priorität: Über 10.000 Einsatzkräfte werden für Crowd-Management und Schutz während des Events abgestellt. Das Konzert markiert den Auftakt der BTS-Welttournee "Arirang", deren wirtschaftliche Auswirkungen Analysten auf bis zu 70 Milliarden Euro schätzen – vergleichbar mit der jüngsten globalen Tour von Taylor Swift.
Vize-Ministerpräsident Koo Yun-cheol betonte, dass die immateriellen Vorteile wie kulturelle Strahlkraft und Tourismus die direkten finanziellen Erträge bei Weitem übersteigen könnten. Experten weisen zudem darauf hin, dass BTS bereits jährlich über 3 Milliarden Euro zur südkoreanischen Wirtschaft beiträgt, wobei Seoul und Goyang von der Tournee voraussichtlich am stärksten und unmittelbar profitieren werden.
Die "Arirang"-Tour könnte mindestens 1,85 Milliarden Euro einbringen und damit Swifts 2,05 Milliarden Euro aus 149 Konzerten möglicherweise übertreffen. Nach Seoul werden Metropolen wie Tokio zu zentralen Stationen der Reise.
Die Kosten für das kostenlose Konzert auf dem Gwanghwamun-Platz belaufen sich für HYBE auf weniger als 63.000 Euro an Platzmieten. Die wirtschaftlichen Folgeeffekte könnten sich jedoch weltweit auf Milliarden belaufen. Mit Seoul als Startpunkt wird erwartet, dass sich die finanziellen und kulturellen Auswirkungen der Tournee weit über die Grenzen Südkoreas hinaus ausbreiten.






