Düren gedenkt 72 Jahre nach dem DDR-Volksaufstand von 1953 mit bewegender Zeremonie
Ida KönigDüren gedenkt 72 Jahre nach dem DDR-Volksaufstand von 1953 mit bewegender Zeremonie
Gedenkveranstaltung in Düren: 72 Jahre nach dem Volksaufstand von 1953
Am 2. Oktober 2025 fand in Düren eine Gedenkfeier statt, um der Opfer des Volksaufstands vom 17. Juni 1953 in der ehemaligen DDR zu gedenken. Organisiert von lokalen Verantwortlichen, Schülerinnen und Schülern sowie historischen Vereinen, stand die Veranstaltung im Zeichen des 72. Jahrestags der Proteste. Unter dem Motto "35 Jahre deutsche Einheit – Sind wir angekommen?" wurden Erinnerungsarbeit und demokratische Werte diskutiert.
Die Zeremonie erfolgte am Gedenkstein für die Opfer des Stalinismus vor dem Rurtal-Gymnasium. Bürgermeister Frank Peter Ullrich eröffnete die Feier mit einem Appell, den 17. Juni 1953 nicht zu vergessen und sich für die Verteidigung grundlegender Rechte einzusetzen. An seiner Seite standen Vertreter der Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft (UOKG), lokale Ratsparteien sowie Schülerinnen und Schüler der St.-Angela-Schule.
Schüler trugen Pappplakate mit Parolen aus den Protesten von 1989, die zum Fall der Berliner Mauer führten. Heiko Hendriks, Landesbeauftragter für Vertriebene und Spätaussiedler, lobte ihr Engagement und dankte Lehrkräften für ihre Arbeit in der historischen Bildung.
Felix Heinz Holtschke, Landesvorsitzender der UOKG, berichtete von seinen persönlichen Erfahrungen unter stalinistischer Unterdrückung. Seine Schilderungen machten die Leiden derer deutlich, die sich gegen das SED-Regime auflehnten, und unterstrichen die bleibende Bedeutung ihrer Geschichten.
Die Veranstaltung vereinte Politiker, Pädagogen und Jugendliche, um über die deutsche Wiedervereinigung und ihr Erbe nachzudenken. Durch die Verknüpfung des Aufstands von 1953 mit heutigen Werten sollten die Lehren der Vergangenheit wachgehalten werden. Der Dürener Gedenkstein steht nun als Mahnmal für historischen Widerstand – und die anhaltende Verantwortung, demokratische Prinzipien zu verteidigen.






