Eskalation im Streit: Malta Air blockiert Betriebsratswahlen in Köln mit Gerichtsentscheid

Admin User
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Ein Flugzeug im Flug vor einem klaren Himmel.

Eskalation im Streit: Malta Air blockiert Betriebsratswahlen in Köln mit Gerichtsentscheid

Ein Rechtsstreit zwischen Malta Air und der Gewerkschaft Verdi über die Betriebsratswahlen am Kölner Standort der Fluggesellschaft ist eskaliert. Das Arbeitsgericht Köln erließ eine einstweilige Verfügung, die die Ryanair-Tochter vorläufig von der Pflicht befreit, wichtige Unterlagen für die Abstimmung vorzulegen. Mitarbeiter kämpfen seit mehr als zwei Jahren für die Einrichtung eines Betriebsrats am Standort.

Der Konflikt entzündete sich, als Malta Air sich weigerte, die für die Organisation der Wahlen benötigten Mitarbeiterlisten herauszugeben. Das Unternehmen drohte zudem Mitgliedern des Wahlvorstands mit Schadensersatzklagen. Verdi verurteilte diese Schritte als Teil einer gezielten Strategie, um den Prozess zu blockieren.

Die Gewerkschaft argumentiert, dass das deutsche Betriebsverfassungsgesetz einer modernen Auslegung bedarf, um solche Behinderungen zu verhindern. Zwar kommt die einstweilige Verfügung Malta Air entgegen, doch Verdi bleibt zuversichtlich vor der Hauptverhandlung im September. Die Beschäftigten am Kölner Standort versuchen seit Anfang 2022 vergeblich, einen Betriebsrat zu etablieren. Die Gerichtsentscheidung bedeutet, dass das Wahlverfahren bis zum endgültigen Urteil ausgesetzt bleibt.

Die einstweilige Verfügung ermöglicht es Malta Air, die Unterlagen vorerst zurückzuhalten und die Verzögerung bei den Betriebsratswahlen zu verlängern. Verdi konzentriert sich nun auf die Verhandlung im September, in der die Gewerkschaft eine dauerhafte Lösung erzwingen will. Das Ergebnis wird entscheiden, ob die Mitarbeiter endlich ihre Vertreter wählen können.

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