Neue Studie entzaubert den Mythos vom „Klub der 27“ – Ruhm verkürzt das Leben

Admin User
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Eine Person, die Klavier spielt, dargestellt in einer Illustration aus einem Buch.

Neue Studie entzaubert den Mythos vom „Klub der 27“ – Ruhm verkürzt das Leben

Die Idee des "Klubs der 27" fasziniert Musikfans seit langem – verbindet sie doch die Todesfälle von Stars wie Jimi Hendrix, Janis Joplin und Amy Winehouse mit dem Alter von 27 Jahren. Doch aktuelle Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass dieses Muster eher Mythos als Realität ist. Studien zeigen nun, dass Ruhm selbst die Lebenserwartung von Musikern verkürzen könnte – unabhängig vom Alter. Zu dem sogenannten "Klub der 27" zählen sechs prominente Persönlichkeiten: Brian Jones, Jimi Hendrix, Janis Joplin, Jim Morrison, Kurt Cobain und Amy Winehouse. Sie alle starben mit oder nahe dem 27. Lebensjahr, was Spekulationen über eine mysteriöse Verbindung nährte. Eine Studie des British Medical Journal fand jedoch keinen statistischen Zusammenhang zwischen frühen Todesfällen und diesem spezifischen Alter – oder einem anderen wie etwa 37. Eine separate Analyse der Universität Witten/Herdecke verglich die Lebensspannen berühmter Musiker mit denen ihrer weniger bekannten Kollegen. Die Ergebnisse zeigten eine deutliche Differenz: Bekannte Künstler lebten im Schnitt 4,6 Jahre kürzer als ihre weniger prominenten Pendants. Berühmte Musiker erreichten durchschnittlich ein Alter von etwa 75,19 Jahren, während ihre weniger bekannten Kollegen im Schnitt rund 79,75 Jahre alt wurden. Die Studie wies zudem auf ein um 33 Prozent erhöhtes Sterberisiko für diejenigen hin, die großen Ruhm erlangten. Zwar nannte die Untersuchung keine spezifische Forschungsgruppe, doch ihre Erkenntnisse stellen die romantisierte Vorstellung tragischer junger Todesfälle in der Musikbranche infrage. Der "Klub der 27" bleibt zwar ein kulturelles Gesprächsthema, doch die Belege deuten darauf hin, dass nicht das Alter, sondern der Ruhm eine größere Rolle bei der Verkürzung der Lebensdauer von Musikern spielt. Da berühmte Künstler im Durchschnitt kürzer leben, verschiebt sich der Fokus von Aberglauben hin zu den realen Belastungen des Prominentendaseins. Die Daten bieten ein klareres Bild der Lebenserwartung in der Musikindustrie – jenseits der Mythen.

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