24 June 2026, 04:14

Ratsfrauen fordern anonyme Beweissicherung und besseren Schutz für Frauen im Kreis Unna

Lünens weibliche Lokalpolitikerinnen diskutieren Gewaltprävention, Wohnungsnot und Zusammenarbeit im Stadtrat

Ratsfrauen fordern anonyme Beweissicherung und besseren Schutz für Frauen im Kreis Unna

Zehn Kommunalpolitikerinnen trafen sich zum Netzwerktreffen der Ratsfrauen. Im Mittelpunkt der überparteilichen Veranstaltung standen drängende Fragen der kommunalen Politik, insbesondere die Unterstützung von Überlebenden sexualisierter Gewalt und die allgemeine Sicherheit von Frauen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Den Auftakt bildeten Gespräche zur Umsetzung der Istanbul-Konvention. Die Teilnehmerinnen betonten die Notwendigkeit stärkerer Maßnahmen zum Schutz von Frauen vor Gewalt. Zudem forderten sie gezielte Hilfsangebote für wohnungslose Frauen, da bestehende Strukturen deren spezifische Bedürfnisse oft vernachlässigten.

Ein zentraler Vorschlag war die Einführung einer anonymen Beweissicherung für Betroffene sexualisierter Gewalt im Kreis Unna. Die Politikerinnen argumentierten, dass dies mehr Opfern den Schritt erleichtern würde, sich ohne Angst zu melden. Zudem setzten sie sich für eine kreisweite Koordinierungsstelle ein, um Unterstützungsangebote besser zu vernetzen.

Im Laufe der Diskussionen hoben die Teilnehmerinnen die Bedeutung leicht zugänglicher, niedrigschwelliger Hilfsangebote hervor. Sie waren sich einig, dass bestehende Systeme inklusiver gestaltet werden müssen, um alle Frauen effektiv zu erreichen.

Das Netzwerktreffen endete mit dem gemeinsamen Bekenntnis, die lokale Politik zu verbessern. Als vordringliche Maßnahmen wurden die anonyme Beweissicherung und die Einrichtung einer Koordinierungsstelle festgehalten. Die Politikerinnen kündigten an, diese Vorschläge in kommenden Ratssitzungen weiterzuverfolgen.

Quelle