Rauchbombe in Bergisch Gladbach: Familienstreit löst spektakulären Großeinsatz aus
Jonas GüntherRauchbombe in Bergisch Gladbach: Familienstreit löst spektakulären Großeinsatz aus
Familienstreit in Bergisch Gladbach eskaliert: Rauchbombe löst Großeinsatz aus
Ein gewaltsamer Familienkonflikt in Bergisch Gladbach hat sich am Mittwoch zu einem Großeinsatz der Rettungskräfte zugespitzt. Ein 32-jähriger Mann soll während eines Streits mit seinem 77-jährigen Vater eine Rauchbombe gezündet haben, woraufhin die Feuerwehr eine großangelegte Rettungsaktion einleiten musste. Durch den dichten Rauch im Treppenhaus saßen mehrere Anwohner in ihren Wohnungen fest.
Der Vorfall begann in einer Wohnung im dritten Stock des Stadtzentrums. Augenzeugen berichteten von einer hitzigen Auseinandersetzung, bevor der Sohn die Rauchbombe entzündete und sie auf seinen Vater warf. Das Gerät setzte eine Fußmatte im Treppenhaus in Brand, wodurch sich dichter Rauch im gesamten Gebäude ausbreitete.
Anwohner gerieten schnell in eine ausweglose Situation – einige winkten verzweifelt von Balkonen und Fenstern um Hilfe. Die Feuerwehr rückte mit rund 40 Einsatzkräften an, darunter auch Rettungssanitäter. Vier Personen wurden aus dem Gebäude gerettet, zehn weitere erhielten vor Ort eine medizinische Erstversorgung.
Der 77-jährige Vater erlitt eine leichte Rauchgasvergiftung und wurde zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Die Behörden bestätigten, dass das Gebäude strukturell intakt blieb und keine weiteren Brandschäden über den anfänglichen Feuerherd hinaus entstanden.
Nach dem Vorfall erließ die Polizei gegen den Sohn eine 14-tägige Annäherungsverbot nach dem Gewaltschutzgesetz. Ihm drohen nun strafrechtliche Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung.
Der Einsatz der Rettungskräfte endete ohne schwere Verletzungen oder größere Gebäudeschäden. Der Sohn bleibt unter Ermittlung, während sich sein Vater von der Rauchgasbelastung erholt. Ein Gericht wird das Annäherungsverbot in den kommenden Wochen überprüfen.






