18 March 2026, 18:19

Wie ein Coldplay-Konzert eine Karriere zerstörte – und warum nur sie leidet

Eine Person, die in ein Mikrofon spricht, bei einer Versammlung mit einem Publikum, Teamkollegen mit ID-Karten, ein Präsentationsbildschirm und ein Videoabspieler in einem leeren Büroraum.

Wie ein Coldplay-Konzert eine Karriere zerstörte – und warum nur sie leidet

Ein virales Video von einem Coldplay-Konzert im Juli 2023 hat Kristin Cabot vor die schwierige Aufgabe gestellt, ihre Karriere wieder aufzubauen. Die ehemalige Personalchefin des Unternehmens Astronomer trat zurück, nachdem eine Aufnahme der "Kiss Cam" – die sie mit dem damaligen CEO Andy Byron zeigte – online die Runde machte und Milliarden von Aufrufen sammelte. Während Byron seitdem mehrere Jobangebote erhielt, bleibt Cabot arbeitslos und sieht sich weiterhin öffentlicher Kritik ausgesetzt.

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Der Vorfall nahm seinen Lauf, als die "Kiss Cam" Cabot und Byron während des Konzerts einfing und damit wilde Spekulationen auslöste. Das Video verbreitete sich rasant im Netz, woraufhin ihre privaten Daten online geteilt wurden. Kurz darauf erhielt sie beleidigende Nachrichten und sogar Todesdrohungen, was sie schließlich zum Rücktritt von ihrer Position zwang.

Seit ihrem Ausscheiden bei Astronomer findet Cabot keine neue Anstellung – eine besonders belastende Situation, da sie als alleinige Ernährerin für ihre Kinder verantwortlich ist. Byron hingegen erlebte keine beruflichen Rückschläge und erhielt stattdessen mehrere Jobangebote. Dieser eklatante Unterschied hat Debatten über die ungleiche Behandlung von Männern und Frauen in solchen Fällen weiter angeheizt.

In einem jüngst geführten Interview mit Oprah Winfrey betonte Cabot, dass sie und ihr Partner zu diesem Zeitpunkt bereits getrennt gelebt hätten – ebenso wie Byron und seine Ehefrau. Trotz dieser Klärung haben weder Unternehmen noch öffentliche Persönlichkeiten offiziell Stellung zum Fall bezogen. Cabot fühlt sich nun gezwungen, selbst das Wort zu ergreifen, um ihre Reputation zurückzugewinnen, während Byron schweigt und unter eigenen Bedingungen in den Beruf zurückkehren kann.

Die "Kiss Cam"-Affäre hat für Cabot langfristige Folgen: Sie kämpft weiterhin mit beruflichen Hindernissen und öffentlicher Bloßstellung. Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die unterschiedlichen Konsequenzen, mit denen Männer und Frauen in hochkarätigen Kontroversen konfrontiert sind. Bisher haben keine Organisationen offiziell dazu Stellung genommen, wie sich der Vorfall auf Cabots berufliche Zukunft auswirkt.

Quelle