Willich: Schüler fürchten um ihre Mobilität durch geplantes SchokoTicket statt Deutschlandticket
Lotta MüllerWillich: Schüler fürchten um ihre Mobilität durch geplantes SchokoTicket statt Deutschlandticket
Schüler in Willich erhalten derzeit das Deutschlandticket, das ihnen umfangreiche Reiseoptionen in ganz Deutschland bietet. Doch Pläne, es durch das deutlich eingeschränktere SchokoTicket zu ersetzen, haben Besorgnis ausgelöst. Kritiker warnen, dass die Umstellung die Mobilität und sozialen Chancen junger Menschen stark beeinträchtigen würde.
Während das Deutschlandticket Schülern Fahrten bundesweit ermöglicht, gilt das SchokoTicket nur im Netz des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR). Würde das Deutschlandticket abgeschafft, hätten Jugendliche deutlich weniger Verkehrsmittel zur Auswahl.
Lukas Maaßen, Vorsitzender der SPD-Fraktion, betonte, dass die Streichung des Tickets den Alltag junger Menschen erheblich erschweren würde. Er machte deutlich, dass es dabei nicht nur um Schulwege gehe – auch Freizeitaktivitäten, Freundschaften und Familienbesuche wären betroffen. Besonders Haushalte ohne Auto seien auf das Deutschlandticket als wichtige Unterstützung angewiesen.
Maaßen wies zudem die Behauptung zurück, durch die Abschaffung des Tickets ließe sich eine Haushaltslücke von 25 Millionen Euro schließen. Stattdessen würden die Kosten lediglich auf die Familien abgewälzt und die Selbstständigkeit junger Menschen eingeschränkt. Der geplante Wechsel zum SchokoTicket würde Schüler auf lokale Fahrten beschränken. Familien, die auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen sind, stünden vor größeren Herausforderungen. Die SPD besteht darauf, dass das Deutschlandticket unverzichtbar für die Mobilität und gesellschaftliche Teilhabe von Jugendlichen bleibt.






