Drei Obdachlose sterben in Dortmund – Hilfsorganisationen fordern dringend mehr Schutz

Admin User
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Unterkünfte mit Säulen und Zimmern, umgeben von einer Grasfläche.

Drei Obdachlose sterben in Dortmund – Hilfsorganisationen fordern dringend mehr Schutz

Seit November sind in Dortmund drei obdachlose Menschen gestorben – die Kälte dürfte dabei eine Rolle gespielt haben. Der jüngste Todesfall ereignete sich an Heiligabend, als ein Mann im Freien aufgefunden wurde, während eine weitere Person neben ihm schlief. Hilfsorganisationen warnen nun, dass in der Stadt noch immer über 500 Menschen ohne sicheren Schlafplatz auskommen müssen.

Die Stadtverwaltung betont zwar, es gebe ausreichend Unterkünfte, darunter auch eine Notunterkunft in der Nähe des Zoos. Pläne für zusätzliche Notbetten am Hauptbahnhof scheiterten jedoch, nachdem der Eigentümer des Grundstücks seine Zustimmung zurückzog.

Bastian Pütter von der Obdachlosenhilfe bodo e.V. fordert die Stadt auf, umgehend zu handeln. Er schlägt vor, eine U-Bahn-Ebene für Übernachtungen zu öffnen oder provisorische Unterkünfte einzurichten. Unterdessen bieten Organisationen wie der Malteser Wärmebus (Kontakt: 0160 94791866) und das Gast-Haus Ökumenische Wohnungslosen-Initiative e.V. bereits Winter-Notunterkünfte für die Saison 2025/26 an.

Trotz dieser Bemühungen schätzt Pütter, dass mehr als 500 Menschen weiterhin ohne Obdach sind. Die jüngsten Todesfälle werfen die Frage auf, ob die bisherigen Maßnahmen ausreichen, um Obdachlose bei eisigen Temperaturen ausreichend zu schützen.

Die Stadt steht unter zunehmendem Druck, Lösungen zu finden, bevor weitere Menschen sterben. Rettungskräfte und Hilfsorganisationen leisten weiterhin Unterstützung, doch es gibt weiterhin Versorgungslücken. Noch immer haben Hunderte Obdachlose in Dortmund keinen sicheren Ort zum Schlafen.