Essen setzt als erste Ruhrgebietsstadt auf Klimaanpassungszonen für mehr Resilienz

Jonas Günther
Jonas Günther
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Ein Modell einer Stadt in der Mitte eines Wasserflecks, umgeben von Gebäuden, Bäumen, Pflanzen und einer Wand im Hintergrund.Jonas Günther

Essen setzt als erste Ruhrgebietsstadt auf Klimaanpassungszonen für mehr Resilienz

Essen hat einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur klimaresilienten Stadt Köln gemacht: Die Stadt hat drei offizielle Klimaanpassungszonen ausgewählt. Dieser Beschluss folgt einer detaillierten Studie und der Zustimmung des Stadtrats – und ebnet den Weg für Fördergelder aus dem KRIS-Programm. Nun ziehen drei weitere Ruhrgebietsstädte nach: Duisburg, Oberhausen und Mülheim an der Ruhr verfolgen denselben Ansatz.

Den Anfang machte eine Machbarkeitsstudie unter Leitung der Emschergenossenschaft. Vier Entwürfe wurden geprüft, doch nur die Zonen Messe-Gruga, Neues Bernetal sowie Katernberg/Zollverein erhielten schließlich die endgültige Freigabe durch den Stadtrat.

Für jede ausgewiesene Zone muss die Stadt nun ein detailliertes Konzept vorlegen, das bei der Projektträgern Jülich (PtJ) und der Bezirksregierung eingereicht wird. Erst nach deren Genehmigung kann Essen KRIS-Mittel für wasserwirtschaftliche Projekte in diesen Gebieten abrufen.

Das KRIS-Programm setzt ehrgeizige Ziele: Bis 2030 sollen versiegelte Flächen im Kanalnetz um 25 Prozent reduziert und die Verdunstungsrate um zehn Prozentpunkte gesteigert werden. Die Vorhaben müssen dem Prinzip der "Schwammstadt" folgen, bei dem urbane Räume Wasser besser aufnehmen und speichern. Die Förderung ist strikt auf die ausgewiesenen Zonen beschränkt, um die Klimaanpassung gezielt voranzutreiben.

Bis März 2026 hatten auch Duisburg, Oberhausen und Mülheim an der Ruhr das Modell übernommen. Jede Stadt arbeitet nun daran, eigene Klimaanpassungszonen zu definieren – mit dem Ziel, die Widerstandsfähigkeit gegen Extremwetter und langfristige Klimafolgen zu stärken.

Mit der Freigabe der Zonen kann Essen nun KRIS-Mittel für zentrale Infrastrukturprojekte beantragen. Die Initiative soll die Belastung der Entwässerungssysteme verringern und gleichzeitig die Wasserspeicherung in der gesamten Stadt verbessern. Währenddessen treiben die Nachbarcommunes ähnliche Pläne voran und erweitern so die Klimaanpassungsmaßnahmen in der gesamten Ruhrregion.

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